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Samstag, 12. September 2020, 22:00 Uhr
A33 bei Borgholzhausen, Landkreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen
News-Nr.: 34068

Autos krachen in noch ungesicherte Unfallstelle:
BWM landet auf der A33 in der Mittelleitplanke und überschlägt sich mehrfach – Insassen können sich gerade noch befreien, als in der Dunkelheit zwei Autos die Unfallstelle zu spät erkennen – Sechs Menschen werden teils lebensgefährlich verletzt, fünf weitere leicht – Ersthelfer kritisieren, dass Fahrzeuge sich durch komplett blockierte Unfallstelle quetschen, statt zu helfen

Verletzte werden noch auf der Autobahn behandelt – Unfallursache vermutlich überhöhte Geschwindigkeit – Bruder des Verursachers: „Nachdem sie sich über die Leitplanke retten konnten, sind die anderen Autos reingefahren. (…) Wir müssen schauen, wie es den anderen geht. Die sind noch sehr jung und ich hoffe, dass es nur ein großer Schreck war und sie daraus gelernt haben.“ – Ersthelfer und Angehörige berichten über das Erlebte – Feuerwehr schildert ausführlich, wie Patientenversorgung bei einer derartigen Vielzahl an Opfern funktioniert

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Datum: Samstag, 12. September 2020, 22:00 Uhr

Ort: A33 bei Borgholzhausen, Landkreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen

 

(ch) Die A33 bei Borgholzhausen am Samstagabend. Die Straße ist leer, die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben, es ist dunkel. In ihrem BMW sind drei junge Männer mit hohem Tempo in Richtung Halle unterwegs, als der Fahrer plötzlich die Kontrolle über seinen Wagen verliert. Die Limousine kracht in die Betonleitplanke und überschlägt sich mehrfach. Völlig durchgeschüttelt, steigen er und sein Mitfahrer aus und helfen auch dem Beifahrer noch über die Leitplanke zu steigen. Und dann knallt es schon erneut. Zwei weitere Autofahrer haben das in der Dunkelheit noch nicht abgesicherte Wrack mitten auf der Fahrbahn übersehen. Beim Versuch auszuweichen, kollidieren sie sowohl mit dem BMW, als auch miteinander und schleudern ebenfalls über die Autobahn.

Ich habe den Anruf von meinem Bruder bekommen, nachdem er über die Leitplanke gesprungen ist. Dann habe ich mich sofort auf den Weg gemacht und war da, als noch wenig los war. Das sah schrecklich aus“, erzählt Oualit Kaaouch. Mit Blick auf seinen Bruder hofft er, dass alle Beteiligten ohne große Blessuren davon gekommen sind: „Die sind noch sehr jung. Wenn das jetzt eine Lehre für das Leben war, nehmen wir gerne in Kauf.“

Doch diese Hoffnung bestätigt sich leider nicht. Insgesamt sechs Menschen wurden bei dem Unfall schwer verletzt, davon sollen zwei möglicherweise sogar in Lebensgefahr schweben, wie es am Unfallort hieß. Fünf weitere zogen sich leichte Verletzungen zu. „Es wurde eine Patientenablage aufgebaut und dort die Betroffenen durch Notärzte gesichtet. Sie wurden in Kategorien eingeteilt und danach, je nach Schwere der Verletzungen, in Krankenhäuser abtransportiert“, berichtet Michael Schnatmann von der Feuerwehr. Um alle Verletzten schnell behandeln zu können, waren die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot auf die Autobahn ausgerückt.

Für Unverständnis sorgte das Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer. Sarah und Klara wollten zu einer Feier, als sie zufällig kurz nach dem Unfall zur Unglücksstelle kamen: „Es sind einige vorbeigefahren, darunter auch ein Lkw. Das muss nicht sein, dass man sich hier an den Unfallautos noch vorbeidrängelt.“ Die beiden jungen Frauen sicherten den Unfallort ab und unterstützten die anderen Ersthelfer bei ihrer Arbeit.

Die Autobahn musste für die Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Bereits im Stau stehende Autofahrer konnten nach längerer Wartezeit entgegen der Fahrtrichtung zur nächsten Anschlussstelle zurückgeleitet werden.


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