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„Corona ist da, aber das juckt in Bulgarien keinen“:
Mindestabstand und Mund-Nasenbedeckung sind für Urlauber an Bulgariens Goldstrand Fremdwörter – Strände tagsüber schon stark besucht, abends in den Clubs wird dann dicht an dicht getanzt – Viele sehen in Reise an das Meer auch einen Urlaub von den Corona-Maßnahmen

Bundesregierung beschließt verpflichtende Corona-Tests für Reisende aus Risikogruppen – Schutzmaßnahmen an Partystränden werden nur halbherzig durchgeführt – Zwar weniger Besucher da wie üblich, aber diese gehen auf Tuchfühlung, als hätte es Corona nicht gegeben: „Das ist wie ein Corona-Fest. Wenn es einer hat, dann haben es danach alle.“ - Urlauber geben zu: „Finde alles es etwas lockerer, als mit Maske. Aber das ist okay, deswegen sind wir hergekommen“ – Wir waren dieses Wochenende in Bulgarien und zeigen die teils erschreckenden Bilder

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 28. Juli 2020

Ort: Varna, Bulgarien, Europa

 

(ch) Die Bierkönig am Goldstrand von Varna am vergangenen Wochenende. Während sein Namenspartner auf Mallorca mittlerweile wieder zwangsgeschlossen ist, steppt hier in Bulgarien der Bär. Dicht an dicht stehen die Feierwilligen beisammen, liegen sich in den Armen und tanzen miteinander. Von Corona keine Spur. Die Bilder, die dieses Wochenende von der Partymeile gemacht werden, sind erschreckend – und zeigen, dass die Pläne der Bundesregierung, dass jeder Urlauber aus Risikogebieten sich auf das Virus testen lassen muss, längst überfällig sind.

Seit Beginn der Schulferien haben sich die Infektionszahlen auf dem Balkan mehr als verdreifacht. Wer einen Blick auf die Strände wirft, sieht schnell den Grund. Die Menschen tummeln sich dicht nebeneinander im Wasser. Jeder Liege ist belegt, die Attraktionen laufen wie jedes Jahr. „Im Hotel merkt man schon die Einschränkungen mit Mundschutz und Handdesinfektion. Doch am Strand kann man damit leben“, erzählt Familienvater Mario Steigert. 

Jacob Stones aus Wien sieht die Situation etwas kritischer: „Das ist wie ein Corona-Fest. Wenn es einer hat, dann wahrscheinlich danach auch jeder andere.“ Er spielt damit auf die Situation an den Strandbars ab, wo nachmittags aus gemeinsamen Bechern der Alkohol getrunken wird. Mit fortschreitender Stunde steigt der Alkoholpegel und die Corona-Sorgen nehmen ab. „Klar, Corona ist da. Aber in Bulgarien juckt das doch keinen“, meint Leon. Nirgends müsste man eine Maske tragen, es würde die normale Partyatmosphäre herrschen. Er versprach, sich daheim testen zu lassen. Aber bis zu seinem Rückflüg will er vor allem eins haben: Spaß!

Vor den Discotheken bilden sich abends derweil lange Schlangen, auf Mindestabstand achtet hier dann niemand mehr. Viele Clubs würden zwar Fiebermesskontrollen durchführen, aber: „Das ist ein kurzer Klick und du bist drinnen. Wie in Deutschland, wenn du kurz deinen Ausweis zeigen musst“, findet Larissa Böll. Den Grund für die Ausgelassenheit und auch Sorglosigkeit sieht Arthur in der Situation in der Heimat: „Die Leute wollen feiern, aber alles hat zu.“ Darum setzt man sich in den Flieger und vergisst die Sorgen. Christian Kotzur wird da noch deutlicher: „Finde alles es etwas lockerer, als mit Maske. Aber das ist okay, deswegen sind wir hergekommen.“

Wie lange dieses Spiel noch gut geht, darüber kann niemand eine verlässliche Auskunft geben. Aber die aktuellen Bilder aus Bulgarien zeigen, dass die Gefahr eines zweiten Ischgls real ist. Und mit jedem ungetesteten Urlauber wird sie größer.


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