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Winterlicher Großbrand hält Einsatzkräfte seit über drei Tagen in Atem:
Brennende Müllberge in Recyclingbetrieb noch immer nicht gelöscht - widrige Umstände durch gefrierendes Löschwasser und extreme Minusgrade - über 300 Einsatzkräfte stemmen sich gegen gefühlte -20 Grad

sämtliche Schlauchleitungen, Gerätschaften und Einsatzkleidung frieren ein - Schlauchmaterial aus zwei Nachbarlandkreisen nachgefordert sowie schnell nachgekauft - aufwändiger Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen erforderlich – Brand war zwischenzeitlich „völlig außer Kontrolle“

Bildergalerie vorhanden

Datum: Sonntag, 3. Januar 2016 - Mittwoch, 6. Januar 2016

Ort: Malchow, Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern

 

(sg) Es wird wohl der größte Einsatz in der Geschichte des Landkreises werden. Landrat Heiko Kärger kann sich an keinen anderen Brand mit einer solchen Dauer und unter derart widrigen Umständen erinnern. „Wir hatten das auch nicht gewusst, dass […] das Wasser so schnell gefriert“, gibt der Verwaltungschef zu.

Seit Sonntagmittag brennt es auf dem großen Recyclinghof in der Kleinstadt Malchow. Riesige Müllberge stehen seitdem in Flammen. Eigentlich schien das Feuer schon unter Kontrolle, aber dann gab es bei Temperaturen unter -10°C (gefühlt teilweise bis zu -20° C) massive Probleme mit der Löschwasserversorgung, die auf dem abgelegenen, weitläufigen Gelände ohnehin nicht optimal ist.

Extra über tausende Meter verlegte Schlauchleitungen froren einfach ein – auch die Leitungen für die Brandbekämpfung direkt vor Ort machten immer wieder wegen totaler Vereisung schlapp.

An den Wassertransport über längere Strecken war also nicht zu denken. Nach und nach wurden immer mehr Schläuche, aber auch anderes Gerät und die Einsatzbekleidung durch Vereisung unbrauchbar. Was den Einsatzkräften blieb, war ein personal- und materialaufwändiger Pendelverkehr mit zahlreichen Tanklöschfahrzeugen aus der gesamten Region.

Um überhaupt wieder brauchbares Schlauchmaterial zur Verfügung zu haben, mussten inzwischen zwei benachbarte Landkreise aushelfen und die Kreisverwaltung kaufte auf die Schnelle bei den Herstellern neue Schläuche nach. Das eingesetzte Material war durch die Eisbildung unbrauchbar und brüchig geworden.

Aufgrund der so kaum möglichen Brandbekämpfung war das Feuer zeitweise nach anfänglichen Löscherfolgen völlig außer Kontrolle geraten. Meterhohe Flammen loderten in der Nacht zu Montag aus den hoch aufgeschichteten Halden. Inzwischen, so Einsatzleiter Heiko Delph, zeigten die Maßnahmen aber deutliche Erfolge. Er möchte aber keine Prognose über die Dauer der Löscharbeiten abgeben. „Da habe ich mich schon einmal verschätzt“, so der Wehrführer der FF Malchow. Wenn nun weiterhin alles gut gehe, sei man vielleicht in ein oder zwei Tagen mit dem Einsatz fertig. Zwischenzeitlich sind weit über 300 Einsatzkräfte aus zahlreichen Feuerwehren des gesamten Landkreises und aus benachbarten Kreisen abwechselnd im Einsatz. Auch THW, DRK und anderen Hilfsorganisationen unterstützten die Blauröcke vor Ort.

 

 

Die NonstopNews-Bilder und die O-Töne:

 

Dienstag, 5. Januar 2016 (Tag):

  • Bagger und Feuerwehr bei der Arbeit
  • Eiszapfen an Palette
  • Löscharbeiten an Müllberg
  • Bagger schichten Müll um und verladen gelöschtes Material
  • Atemschutztrupp im Einsatz
  • Feuerwehrmann entfernt Vereisungen an Löschfahrzeug
  • Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr
  • O-Ton mit Heiko Delph, Einsatzleiter Feuerwehr Malchow: „…momentan sind wir auf dem Recyclinghof Ziems … seit Sontag 13 Uhr hier im Einsatz … bisher 300 Einsatzkräfte landkreisübergreifend vor Ort … Witterungsbedingungen lassen es noch nicht zu, dass wir Löschwasser über Schläuche herbringen … Fahren immer noch Pendelverkehr über Tanklöschfahrzeuge … das wird auch die Nacht und bis morgen früh definitiv so weitergehen …. [zur Dauer] möchte ich momentan keine Prognose abgeben … ich habe mich schon einmal verschätzt … ich rechne aber damit, dass wir vielleicht bis morgen Abend fertig werden, wenn die Arbeiten so weitergehen … wir sind dabei einen der beiden Erweiterten Löschzüge des Landkreises zu alarmieren, die dann die Einsatzkräfte für heute Nacht hier ablösen“
  • O-Ton mit Heiko Kärger, Landrat LK Mecklenburgische Seenplatte: „…von Seiten der Kameraden wird hier hochprofessionelle Arbeit geleistet … durch Kälte sind alle Schläuche eingefroren … wir hatten keine mehr in unserem Bestand … die Landkreise Vorpommer-Rügen und Vorpommern-Greifswald haben ausgeholfen … wir haben zusätzlich Schläuche gekauft … wir haben das auch nicht gewusst, dass das Wasser so schnell gefriert … die Kameraden sind gut versorgt und hochmotiviert … Kräfte des THW nachgefordert … Brandbekämpfung läuft so, wie man sich das vorstellt … Dank an alle Beteiligten … wird aber wohl noch einige Tage dauern … wir hatten schon andere Brände gehabt, aber nicht bei dieser Kälte und nicht so lange Brände“

Mittwoch, 6. Januar 2016 (Nacht):

  • Brandbekämpfung unter Atemschutz
  • Bagger reißen Brandgut auseinander
  • Hell erleuchtete Müllberge
  • Eisfläche durch Löschwasser
  • Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr
  • O-Ton mit René Boldt, derzeitiger Einsatzleiter Feuerwehr Malchow: „…wir sind weiterhin dabei das brennende Material zu bergen und abzulöschen … Temperaturen machen und immer noch Sorgen, haben derzeit -11 Grad und kämpfen mit der Löschwassserversorgung … zum Ende der Brandbekämpfung kann ich derzeit keine Aussage machen … habe ich wirklich noch nie erlebt in 20 Jahren Feuerwehrleben … Probleme mit der Löschwasserversorgung seit Sonntag … Schläuche eingefroren bei -12 Grad und tiefer … danach entschieden Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen aufzunehmen … Material mit Baggern aufnehmen … arbeitsintensiv … seit Sonntag Kräfte des Amtes Malchow im Einsatz … Kräfte müssen Ruhepausen haben … Kräfte aus umliegenden Ämtern und des Landkreises angefordert … derzeit sind 45 Einsatzkräfte vor Ort … wir haben seit Sonntag weit über 300 Kräfte im Einsatz gehabt“

Sonntag, 3. Januar 2016 (Nacht):

  • Meterhohe Flammen schlagen in den Nachthimmel
  • Zugefrorene Jacken und Schuhe der Feuerwehrleute
  • Pendelverkehr der Feuerwehr
  • O-Ton Heiko Delph, Einsatzleiter Feuerwehr Malchow:  „Brand war eigentlich eingedämmt ... ist neu aufgeflammt ... haben 5.000 Meter Schlauchleitungen verlegt, die alle zugefroren sind ... müssen jetzt Pendelverkehr einrichten ... anders werden wir nicht Herr der Lage ... der Brand ist völlig außer Kontrolle..."

Sonntag, 3. Januar 2016 (Tag):

  • Totale der Einsatzstelle
  • Feuerwehr vor Ort
  • Brennende Müllberge
  • Verqualmter Einsatzort
  • Sehr viele Schläuche auf dem Boden
  • Löscharbeiten der Feuerwehr
  • Feuerwehr löscht über Drehleiter
  • Weitere Einsatz- und Schnittbilder
  • O-Ton Heiko Delph, Einsatzleiter Feuerwehr Malchow: „… Alarmierung Großfeuer … Brand Recyclinghof … größere Müllberge brennen … große Schwierigkeit ist Löschwasser … friert immer eine lange Strecke von 1.000 Metern, Wasser friert ein ... recht großer Aufwand … mindestens noch vier Stunden … Kälte für Einsatzkräfte großes Problem … Löschwasser gefriert … Leute nass … eingefrorene Klamotten … sehr, sehr schwierig hier.“

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Zusatzinfos vorhandenWeiterführende Infos zum Thema:
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