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Sonntag, 17. August 2008 / Montag, 18. August 2008
News-Nr.: 7581

Nach dem spektakulären Flugunfall im Allgäu:
Sportflugzeug bleibt bei Landeanflug in Hochspannungsleitung hängen – Ehepaar muss fast drei Stunden in kopfüber hängendem Flieger ausharren

Flugzeug hing „am seidenen Faden“ in 20 Meter Höhe - Sehr komplizierte Rettungsaktion durch spezielle alpine Absturzsicherungsgruppe – Pilot und Ehefrau kommen weitestgehend unverletzt davon – Pilot im O-Ton: „Man darf das Glück nicht herausfordern, ich höre auf zu Fliegen“

Bildergalerie vorhanden

Datum: Sonntag, 17. August 2008 / Montag, 18. August 2008

Ort: Durach, LK Oberallgäu, Bayern
 

(gs) Ein äußerst ungewöhnlicher wie spektakulärer Flugunfall ereignete sich am späteren Sonntagnachmittag in Durach im Oberallgäu: Ein Sportflugzeug blieb im Landeanflug in einer Hochspannungsleitung hängen, erst nach fast drei Stunden gelang es Spezialhelfern, das kopfüber in der Maschine hängende Pilotenehepaar zu retten. Der glückliche Bruchpilot Rainhard Leveringhausen verkündete nun mit Tränen in Augen, seine Fluglizenz abzugeben „Man darf solch ein Glück nicht herausfordern – wir hatten bereits mit dem Leben abgeschlossen".

Der 65-jährige Pilot der einmotorigen Maschine hatte beim Landeanflug auf den Flugplatz in Durach nahe der A7 offenbar eine 380-Kilovolt-Überlandleitung übersehen. Er gab an, von einer Windböe nach unten gedrückt worden zu sein. Das Kleinflugzeug streifte mit einem Rad die Leitung und verhakte sich darin. Obwohl die Spitzen beider tragenden Gittermasten durch die Kollision abknickten, blieb das Sportflugzeug glücklicherweise in der Stromleitung hängen und stürzte nicht zu Boden. Trotzdem war die Situation äußerst kritisch: Zum einen drohte dem Piloten, seiner 63-jährigen Ehefrau sowie den Helfern ein Stromschlag, zum zweiten hing der Flieger kopfüber und sprichwörtlich am „seidenen Faden“ in der Leitung - er  drohte immer wieder abzurutschen und 20 Meter in die Tiefe zu stürzen. Aufgrund der instabilen Lage konnte auch keine Rettung durch Hubschrauber durchgeführt werden, da die Luftverwirbelungen der Rotorblätter zu gefährlich waren. Erst nach der vollständigen Erdung der Überlandleitung gelang es mit spezielle Arbeitsbühnen, das Flugzeug in 20 Meter Höhe zunächst notdürftig zu sichern. Hierfür waren spezielle Bergführer der Polizei sowie Feuerwehrkräfte einer Absturzsicherungsgruppe im Einsatz. Über einen weiteren Kran mit einem Bergekorb gelang es dann nach über zweieinhalb Stunden, das kopfüber hängende Ehepaar aus dem Cockpit zu retten. Der Pilot und seine Frau waren durch den Unfall zwar nicht ernsthaft verletzt worden und hielten auch über Flugfunk ständig Kontakt mit den Rettern, jedoch verschlechtere sich der Zustand durch die lang andauernde „Kopfüber-Lage" zunehmend. Das Ehepaar kam nach der Erstversorgung vor Ort zur weiteren Untersuchung in eine Klinik, konnte diese jedoch inzwischen wieder verlassen.

Vorsichtshalber waren durch Feuerwehrkräfte zudem unterhalb der Unfallstelle mehrere große Sprungkissen aufgeblasen worden.

Der entstandene Schaden konnte noch nicht beziffert werden, da neben dem Sportflugzeug auch die Stromleitung und das Mastensystem erheblich beschädigt wurde. Die zentrale 380KV-Leitung von Tirol ins Ruhrgebiet bleibt weiterhin unterbrochen. Erst zum Abend konnten die über 150 Helfer von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Energieversorger durchatmen, dass dieser äußerst ungewöhnliche Unfall zumindest für das Pilotenehepaar sehr glimpflich geendet ist. Beide waren noch am selben Abend aus der Klinik entlassen worden. Der als erfahren geltende Pilot Rainhard Leveringhausen schilderte am Tag danach seine Gefühle während es wohl ungewöhnlichsten Unfall des Jahres.

 

Die NonstopNews-Bilder und der O-Ton:
 

-          Totale der Einsatzstelle mit vielen Fahrzeuge

-          Flugzeug hängt kopfüber in Leitung 20 Meter in Luft

-          Hubschrauber kreis über Unglückstelle

-          Pilot und Frau noch im Cockpit, Ehepaar hängt kopfüber in Flugzeug

-          Abgeknickte Masten, Stromleitung close

-          Feuerwehrkräfte am Boden, Einsatzbesprechung

-          Helfer nähern sich mit Hebebühne dem Flugzeug

-          Ehepaar wird aus Flugzeug gerettet, Frau wird zuerst rausgezogen, close

-          Flugzeug hängt wie eine Spinne in Stromleitung

-          Pilot wird gerettet

-          Ehepaar wird medizinisch versorgt

-          Zwei Hebebühnen vor Ort

-          O-Ton Edmund Martin, Polizei Kempten: „…Sportmaschine ist mit rechtem Fahrwerk in Hochspannung hängengeblieben… über zweieinhalb Stunden… Erst jetzt Rettung des Ehepaars über Hebebühnen… zuerst Frau, dann Pilot gerettet… Hubschrauberrettung war wegen der Rotationswinde nicht möglich… jetzt Kräne im Einsatz zur Bergung…. Ehepaar zur Versorgung und Beobachtung in Klinik… viel, viel Glück im Unglück…“

-          Bilder vom Flugplatz in Durach

-          Flugbetrieb auf dem Flugplatz, Flugzeuge starten und landen

-          Blick auf Tower, Bilder aus dem Tower, Fluglotse bei der Arbeit

-          O-Ton (Name auf Band), Fluglotse und Augenzeuge (auszugsweise, sinngemäß): „habe von dem Unfall in der Luft über Funk gehört, war in unmittelbarer Nähe…“, „…habe einen Notruf abgesetzt…“, „…kenne das Paar; er ist ein sehr erfahrener Pilot, sie jedoch hat große Flugangst…“, „…kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte…“

-          NEU: O-Ton Rainhard Leveringhausen, glücklicher Bruchpilot: (sinngem.) „…hatten uns schon verabschiedet und uns war klar, das war es jetzt… je länger es dauerte, desto mehr Hoffnung hatten wir… ich werde meine Lizenz abgeben, nicht mehr fliegen, wer soviel Glück hat, darf es nicht ein zweites Mal herausfordern…“

 

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