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sachsen
Dienstag, 9. August 2022, 22:00 Uhr
Ort: Tätschwitz, Landkreis Bautzen / Sehmatal-Neudorf, Geyer, Annaberg-Buchholz, Erzgebirgskreis, Sachsen
News-Nr.: 40149

Der Osten verkommt zur Steppe:
Fluss Schwarze Elster an der Grenze zu Brandenburg komplett ausgetrocknet - Massive Ernteeinbußen aufgrund von schwerer Dürre - Schöpfverbot aus Gewässern in gesamt Sachsen - Waldbrandgefahr steigt nach Gewittern wieder

Fast alle Flüsse in Sachsen führen Niedrigwasser - Sonne brennt weiterhin ungestört vom Himmel - Maisernte droht mancherorts zu Totalausfall zu werden - Trockenster Sommer seit 1904

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Datum: Dienstag, 9. August 2022, 22:00 Uhr

Ort: Tätschwitz, Landkreis Bautzen / Sehmatal-Neudorf, Geyer, Annaberg-Buchholz, Erzgebirgskreis, Sachsen

 

(ch) Der Sommer 2022 wird in die Geschichtsbücher eingehen. Um diese Aussage treffen zu können, muss man kein Meteorologe sein. Es reicht ein Blick in den Osten Deutschlands, wo seit Wochen die Wälder brennen und sehnlich erwarteter Niederschlag ausbleibt. Was vor allem die Schüler in den Ferien angesichts zahlreicher Sonnenstunden freut, ist für Landwirte und Natur ein Graus.

Zwar liegt die mittlere Temperatur noch nicht auf dem Niveau vom Rekordsommer von 2003, da hierfür länger andauernde Hitzewellen fehlen. Doch beim Niederschlag sieht dies anders aus. Bislang sind in diesem Sommer in Sachsen durchschnittlich nur 96 Liter Regen gefallen. Normal wären in diesem Zeitraum 300 Liter gewesen, womit der Sommer vermutlich der trockenste seit Wetteraufzeichnung werden könnte. Bereits heute muss man bis ins Jahr 1904 zurückblicken, um ein vergleichbares Wetterereignis zu finden.

Die Auswirkungen der daraus resultierenden Dürre sind stellenweise katastrophal und ist vor allem im Norden Sachsens sichtbar. Viele Wiesen und Felder sind staub trocken. Das noch im Frühjahr grüne Gras ist vollkommen ausgedorrt. Fast alle Flüsse im Freistaat führen Niedrigwasser. Die Schwarze Elster an der Grenze zu Brandenburg ist mittlerweile komplett ausgetrocknet. Hier fließt kein einziger Tropfen Wasser mehr. Einzig das leere Flussbett erinnert hier an einen Fluss. 

Auch in den benachbarten Feldern ist der Schaden in vor allem in der Landwirtschaft, massiv. Hektarweise ist hier der gepflanzte Mais vor der Trockenheit nicht mehr zu retten. Dringend benötigt die Natur den Landregen. Doch dieser wird auch in den kommenden Tagen fehlen aus. Erst Mitte kommende Woche könnte wieder nennenswerter Niederschlag fallen.

Mittlerweile gelten in allen Landkreisen in Sachsen Schöpfverbot an den Flüssen. Die Wasserentnahme aus fließenden Gewässern ist somit verboten. 

Mit Sorge schauen Forstbesitzer und Feuerwehrleute auch auf die Waldbrandstufe. War diese nach den Gewittern zuletzt gefallen, liegt sie im Erzgebirge wieder bei Stufe 3 und im Norden Sachsens gar bei Stufe 4 – Tendenz steigend.


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