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Ostermontag, 5. April 2021, 18 Uhr
Bohrinsel Dyksterhusen, Landkreis Leer, Niedersachsen
News-Nr.: 36035

Von der Flut überrascht:
11 Personen werden auf Parkplatz bei Bohrinsel von steigender Nordsee eingeschlossen - junges Pärchen versucht noch mit Pkw zum Festland zurückzukommen und scheitert - Feuerwehr muss zur Hilfe kommen

Pärchen bleibt auf überfluteter Straße stecken - beide Personen retten sich unterkühlt zurück zur Insel - Feuerwehr bringt beide mit Boot aufs Festland und dann ins Krankenhaus

Bildergalerie vorhanden

Datum: Ostermontag, 5. April 2021, 18 Uhr

Ort: Bohrinsel Dyksterhusen, Landkreis Leer, Niedersachsen

 

(sg) Die Gewalten der Natur hatten wohl einige Ausflügler am Abend im Landkreis Leer unterschätzt. Sie waren mit ihren Autos durch das Deichvorland zu einem höhergelegenen Parkplatz an der Bohrinsel Dyksterhusen gefahren. Doch dann kam die Flut und durch den starken Nordwestwind viel diese heute etwas stärker aus. Schnell stand die Zufahrtsstraße unter Wasser. Das hinderte ein junges Pärchen nicht daran, es doch noch mit ihrem Kleinwagen zu versuchen ans Festland zu gelangen. Dies scheiterte aber und der Wagen blieb mitten im auflaufenden Wasser der Nordsee stecken. Die beiden jungen Leute retteten sich zuerst aufs Fahrzeugdach, überlegten es sich dann aber doch anders und retteten sich mit letzter Kraft zur Bohrinsel. Völlig unterkühlt wurden sie von den anderen dort verbliebenen neun Personen in Empfang genommen. In einem Wohnmobil wärmten sich die völlig unterkühlten Personen auf, bis die alarmierte Feuerwehr eintraf.

Die Retter begaben sich mit einem Boot zu der inzwischen völlig vom Wasser umschlossenen Bohrinsel und dem Parkplatz. Die beiden stark geschwächten und unterkühlten jungen Leute wurden mit dem Boot zurück aufs Festland gebracht und kamen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die übrigen Personen verblieben auf der Insel bei Ihren Fahrzeugen. Sie können dann erst bei Ebbe wieder zurück ans Festland.

Der Pkw des jungen Pärchens wird dann auch durch die Polizei geborgen und aus dem Überflutungsgebiet geholt. Angesichts des Großaufgebots an Rettungskräften, dass am Ostermontag wegen der leichtsinnigen Handelns der beiden jungen Leute zusammengezogen werden musste, können sich die beiden wohl schon mal auf eine saftige Rechnung gefasst machen. Eigentlich hätte den beiden Ortskundigen die Lage bekannt sein müssen, denn die Straße steht immer mal wieder unter Wasser.

 


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