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Dienstag, 23. März 2021
Dümmer See, LK Diepholz und Goldenstedt, LK Vechta, Niedersachsen
News-Nr.: 35907

Geplatzte Freizeitträume:
Wohnmobil-Verleiher, Campingplatz-Besitzer, Strandbar-Betreiber und Bootsverleiher am Dümmer See hatten fest mit autarken Reisemöglichkeiten gerechnet - "Es ist eine große Frustration"

Wohnmobilverleiher hatte 70 Neufahrzeuge für hohe Nachfrage angeschafft - Campingplatz errichtete kontaktlosen Wohnmobil-Platz - Hygienekonzepte bleiben ungehört

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Datum: Dienstag, 23. März 2021

Ort: Dümmer See, LK Diepholz und Goldenstedt, LK Vechta, Niedersachsen

 

(gs/mw) Ob Wohnmobil-Großverleiher Ulrich Hartz, Campingplatz-Betreiber Philipp Eickhoff, Strand-Bar-Besitzer Martin Stybalkowski oder Bootsverleiher Ralf Heine - sie alle hatten fest damit gerechnet, dass trotz der weiterhin hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie autarke und kontaktfreie Freizeit- und Reisemöglichkeiten erlaubt und geöffnet werden. Doch die am Montagabend beschlossenen Knallhart-Maßnahmen haben alle geschockt und sorgen auch für Unverständnis - denn ein ganzes Jahr hatte man Pläne entwickelt, um kontaktlos Urlaub und Freizeit verbringen zu können.

Nachdem klar war, dass coronabedingt das autarke Reisen im Wohnmobil als das sicherste Reisen überhaupt eine erhöhte Nachfrage in der Pandemiezeit mit sich bringt, hatte Ulrich Hartz mit seinem Wohnmobilunternehmen "Hartz&Hartmann" hoch investiert: „Wir haben 70 neue Fahrzeuge für dieses Saison angeschafft mit einem Wert pro Stück von ca. 80.000 Euro".  Nun steht der Hof voller nagelneuer Wohnmobile, alle mit autarken Sanitäreinrichtungen, um kontaktlos reisen zu können, doch alle Reservierungen für die Ostertage mussten heute storniert werden. "Wir wissen aktuell nicht, wie wir mit der Situation umgehen sollen," so Hartz, der mit hohen laufenden Kosten zu wirtschaften hat. "Wir fallen gerade durch ein tiefes Loch", so der Jung-Unternehmer, "wir haben bis jetzt keine Entschädigung erhalten und wir wissen auch nicht, ob wir was bekommen“. Dabei sei das Reisen im Wohnmobil komplett kontaktfrei möglich und sicherer als im vollen Ferienflieger nach Mallorca zu düsen. "Wenn Mallorca erlaubt ist, dann muss das Reisen mit einem WoMo selbstverständlich erlaubt sein“, so Hartz.

Ähnlich kalt erwischt hat es Phillipp Eickhoff auf dem familiengeführten Campingplatz am "Dümmer See" in Niedersachsen. Ein nagelneuer Wohnmobilstellplatz mit völlig kontaktfreiem Check-In-System und großen 100qm- Stellflächen sollte trotz Pandemie zu Ostern wieder Gäste empfangen - doch die Schranke bleibt zu. "Wir wären komplett ausgebucht gewesen, das fällt hiermit ins Wasser.", so der Junior-Chef des Platzes, der die Massnahmen nicht nachvollziehen kann, "Dadurch, dass wir so eine große Fläche haben, kann hier nichts gefährlich werden“. Besonders bizarr: Dauercamper mit einem angemeldeten Zweitwohnsitz dürfen hier stehen.

Auch Ralf Heine von der Segelschule und dem Bootsverleih Godewind hatte gehofft, dass es zu Ostern zumindest einen kleinen, zurückhaltenden Saisonstart geben könnte. Er bedauert, dass es keine regionalen Konzepte gäbe, die Landkreise würden sich scheuen, etwas zu entscheiden. "Es gibt keinen Mut in den Reihen der Kompetenzträger und das ist wirklich sehr schade", so der Segellehrer. Er wünscht sich, dass mit mehr Mut und mit mehr Intelligenz Lösungskonzepten entwickelt werden - mit den Leuten vor Ort. Es sei ein Irrsinn, dass man zeitgleich nach Mallorca fliegen könne. "Man muss gleichzeitig auch für hier ein Konzept entwickeln, so dass die Menschen hier Freizeit und Urlaub machen können.“ Heine verweist an mutige Kommunen wie Rostock, die Konzepte umsetzen. "Davon brauchen wir mehr“.

Auf mehr hatte auch Strandbar-Betreiber Martin Stybalkowski von der "Bar dü Mar" gesetzt und bereits alle Vorbereitungen getroffen, um zumindest mit einem guten Konzept einen großzügige Außenbewirtschaftung am Strand umzusetzen, ein Bagger bereitete bereits den Strand vor, doch Gäste werden nun hier keine kommen dürfen. "Der Dümmer lebt vom Camping und Ferienwohnungen", so der Gastronom, "das ist für uns sehr traurig, das wir die Leute hier nicht bewirten können, auch nicht, wenn sich im letzten Jahr unser Hygienekonzept bewährt hatte" Es würde zwar bei schönem Wetter Laufverkehr geben, aber das sei kein Vergleich. "Es ist schwierig nachzuvollziehen, dass sich Menschen zum Flughafen begeben und in den Flieger steigen dürfen und dabei viele Kontakte haben mit Menschen aus ganz Europa - das ist hier nicht fair." Er habe gehofft, dass sich der niedersächsische Ministerpräsident und noch weitere mehr dafür einsetzen, dass man Urlaub in seinem eigenen Bundesland machen darf. Doch diese Perspektive ist gescheitert: "Für Ostern habe ich gar keine Hoffnung mehr".

 

 

 


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