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Zirkus in Not - Tierschützer helfen:
Corona lässt Traditionszirkus im Winter stranden - Saisonauftakt in den Niederlanden abgebrochen - Auftrittsverbot dank Pandemieeindämmung

Artisten bereits nach Hause geschickt - Familie und zwei Mitarbeiter kümmern sich um die rund 50 Tiere - Tierschutz hilft bei der Besorgung von täglichem Futterbedarf und Co. - "Erhobene Zeigefinger als Moralapostel und nichts tun, das kam für uns nicht in Frage"

Bildergalerie vorhanden

Datum: Mittwoch, 25. März 2020

Ort: Itterbeck, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen

 

(tf) 50 Tiere, 25 Familienmitglieder und zwei Mitarbeiter - so ist der Traditionszirkus Renz dank Corona in seinem Winterquartier in Itterbeck gestrandet. Eine Situation, die für Zirkusdirektor Franz Renz nicht wirklich einfach ist, aber den Kopf in den Sand stecken möchte er nicht. Der Zirkus hat den zweiten Weltkrieg und die DDR überstanden, deswegen übersteht er auch Corona, so hofft zumindest Renz. Unterstützung erhält er dabei von ungewohnter Seite - vom Tierschutzverein "Mutig Mensch und Tier e.V.".

 

Renz ist verzweifelt, er hat zwar Futterreserven, aber die reichen auch nicht ewig. Maximal eine Woche könnte er seine 50 Tiere noch damit versorgen. Zusätzlich laufen die anderen anfallenden Kosten für Unterbringung, Fuhrpark, Versicherung und alles andere weiter, obwohl er momentan keine Einnahmen generiert. Zwar startete der Zirkus noch in die neue Saison und begann in den Niederlanden mit dem Gastspiel, aber da galt bereits dort ein Versammlungsverbot von über 100 Personen. Das Zelt zu füllen - unmöglich. Lediglich 20 bis 30 Personen fanden sich zu den Vorstellungen ein. Von deutscher Seite kam dann gleich eine Absage nach, nachdem alle öffentlichen Veranstaltungen aufgrund Corona gecancelt waren. Also zog Renz zusammen mit seiner Familie, den Tieren und zwei Mitarbeitern wieder in sein Winterquartier. Die Artisten aus Österreich und England schickte er nach Hause. Nun kümmern sich die verbliebenen Mitglieder der Zirkusgemeinschaft gemeinsam um die Tiere, die für sie wie Familie sind. Denn Beschäftigung steht auch bei den Vierbeinern auf der Tagesordnung - unter anderem ein täglicher Spaziergang von rund 2,5 Kilometern für die beiden Elefanten, die bereits seit 40 Jahren im Traditionsunternehmen sind.

 

Nur das alles kann weder den Hunger der Tiere noch der Menschen lindern, die auf dem Gelände leben. Hilfe bekommt Zirkusdirektor Franz Renz jetzt von ungewohnter Seite. Der Tierschutzverein "Mutig Mensch und Tier e.V." greift ein und unterstützt so gut er kann. Eine Frage, die vorher unter den Mitgliedern heiß diskutiert wurde. Doch schlussendlich kamen sie zu dem Schluss: "Erhobene Zeigefinger als Moralapostel und nichts tun, das kam für uns nicht in Frage". So starten sie unter anderem bei Facebook einen Aufruf für Futter und finanzielle Spenden. Die Tieren verputzen tagtäglich große Portionen, die wollen ersteinmal zusammenkommen. "Für den Elefanten sind Vitamine genauso wichtig wie für den Menschen", erklärt Renz. Das trifft natürlich genauso auf seine anderen Vierbeiner zu, die er innig zu lieben scheint. Aber nicht nur hier unterstützt der Tierschutzverein, sondern auch bei der Dieselrechnung für die Heizung des Elefantenhauses. Tagsüber sind die Dickhäuter zwar draußen, aber Nachts brauchen sie noch eine Wärmequelle. Dass die Tiere es bei Franz Renz und seiner Famiie gut haben und die Entscheidung richtig war, davon überzeugten sich Nadja Hollmann und Katja Schieren von "Mutig, Mensch und Tier im Glück e.V. selbst. Sie sind sich sicher, die Zirkusleute lieben ihre Tiere wie ihre Familie und alle haben es gut bei ihnen.

 


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