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Retter müssen 300 Meter zu Fuß laufen:
Katastrophale Rettungsgasse behindert die Einsatzkräfte auf der A3 - Zwei Lastwagen waren kollidiert, einer hatte Lärmschutzwand zu ICE-Bahngleisen durchbrochen - Beide Fahrer verletzt

Zahlreiche O-Töne zur Situation in der Rettungsgasse - Etliche Lastwagenfahrer blockierten Rettungsgasse, ein 40-Tonner fuhr sogar durch die Gasse hindurch und brachte Tross der Einsatzfahrzeuge völlig zum Stillstand - Weitere Feuerwehr musste aus der Gegenrichtung anrücken, um Hilfe an der Unfallstelle zu leisten - Stundenlange Vollsperrung in Richtung Frankfurt / Main

Bildergalerie vorhanden

Datum: Donnerstag, 12. Dezember 2019, 21:20 Uhr

Ort: A3 bei Königswinter, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen

 

(sg) „So etwas habe ich in meiner ganzen Feuerwehrlaufbahn noch nicht erlebt“, schimpft Löschgruppenführer Torsten Hölzer von der Feuerwehr Sankt Augustin. Auch sein Kamerad Sascha Lienesch ist sauer: „Dadurch hätten Leute ums Leben kommen können“.

Grund für die Aufregung der erfahrenen Retter war die Ignoranz einiger Auto- und Lkw-Fahrer am Donnerstagabend auf der A3. Gegen kurz nach 21 Uhr hatte sich zwischen dem Autobahndreieck Bonn-Siegburg und der Anschlussstelle Siebengebirge ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Lkw ereignet. Dabei war ein Gliederzug umgestürzt, ein 40-Tonner hatte die Lärmschutzwand durchbrochen und ragte nun in die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln - Frankfurt.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften machte sich daraufhin auf den Weg zur Unfallstelle. Doch da es kaum eine Rettungsgasse gab und die viel zu schmale vorhandene Gasse dann auch noch von mehreren Pkw und sogar einem Lastwagen genutzt wurde, um im Stau weiter nach vorne zu kommen, ging für die Retter nichts mehr. Sie mussten rund 300 Meter vor der Unfallstelle ihre Einsatzfahrzeuge stehen lassen und zu Fuß laufen, um den beiden schwerverletzten Lkw-Fahrern zu Hilfe zu eilen.

Sicherheitshalber alarmierten die Retter noch eine weitere Feuerwehr, die dann aus der Gegenrichtung anrückte, um überhaupt an die Einsatzstelle zu kommen.

„Es hat die Retter bestimmt eine viertel Stunde gekostet, bis der Lkw wieder aus der Rettungsasse rangiert war“, berichtet ein Augenzeuge später. Auch Agnes Lahr ist entsetzt. Sie musste als Autofahrerin im Stau das Drama mit ansehen: „Der Lkw ist da einfach reingefahren, um sich durchzuquetschen! […] Dem ging es nur ums Weiterkommen, das ist unglaublich!“

Endlich an der Unfallstelle angekommen, können die Retter die beiden zum Glück nicht in den völlig zertrümmerten Fahrerkabinen eingeklemmten Lkw-Fahrer befreien und in umliegende Krankenhäuser bringen. Auch stellt sich schnell heraus, dass die ICE-Strecke durch den Sattelzug in der Lärmschutzwand nicht wirklich betroffen ist. Die Gleise müssen nur kurzzeitig gesperrt werden, um auszuschließen, dass keine weitere Person oder Trümmerteile auf den Gleisen liegen. Auch haben die Lastwagen kein Gefahrgut geladen, was für zusätzliche Probleme hätte sorgen könnte. Dennoch wird die Autobahn wohl bis mindestens in die Mittagsstunden für die Bergung gesperrt bleiben. Die im Stau stehenden Fahrzeuge wurden später dann einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet, was auch wieder etliche Probleme mit gaffenden Fahrern hervorrief. Die Retter mussten sogar die Scheinwerfer an der Unfallstelle ausschalten, um die Gaffer nicht noch zusätzlich zu animieren.

Warum es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Sicher ist bisher nur, dass der Gliederzug den Sattelzug wohl überholen wollte und dabei der türkische Fahrer des Sattelzuges die Kontrolle verlor und nach rechts durch die Lärmschutzwand brach. Offenbar war der Fahrer aber auch betrunken, wie die Polizei zwischenzeitlich feststellte.

 


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