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Tödliche Gase wabern über die A9:
Mit Düngemittel beladener Gefahrgutlaster gerät auf der Autobahn in Brand – Feuerwehr misst hochgiftige Gase: „Nur wenige Atemzüge der Gase reichen aus, um eine tödliche Dosis zu erlangen“ - Auto- und Lkw-Fahrer werden evakuiert und beklagen, dass sie über fünf Stunden ohne Informationen bei winterlichen Temperaturen aushalten müssen (on tape)

Feuerwehr kann nur in Spezialanzügen löschen – Düngemittel reagiert mit Hitze und Löschwasser – Bergung erst in der Nacht - Kilometerlanger Stau genau auf der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt – Sicherheitsradius auf der in beiden Richtung gesperrten Autobahn von 500 Meter eingerichtet – Zahlreiche Augenzeugen O-Töne und Voxpops schildern Erlebnisse auf der A9 – Exklusive Nahaufnahmen vom verbrannten Laster mit aufgeplatztem Tank

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 3. Dezember 2019, 20:30 Uhr

Ort: A9 zwischen Klein Marzehns, Brandenburg und Köselitz, Landkreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt

 

(fr) Großalarm für die Feuerwehren auf der A9 direkt an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt – doch auch für viele Verkehrsteilnehmer wurde dies eine lange und anstrengende Nacht. Auf dem Weg in Richtung Leipzig hatte der Fahrer eines Gefahrgut-Lasters Flammen im Bereich seines Hecks bemerkt und seinen Kesselwagen auf dem Standstreifen abgestellt. Ihm gelang es noch die Zugmaschine abzukoppeln, ehe das Feuer auf diese übergreifen konnte. Aus noch ungeklärter Ursache hatten sich mehrere Reifen überhitzt und gerieten schließlich in Brand. Die alarmierte Feuerwehr merkte gleich: dieser Einsatz kann gefährlich werden.

Denn geladen hatte der Laster mehrere Tonnen Düngemittel. Und dieses reagierte mit der Hitze sowie dem Löschwasser. Sofort richteten die Einsatzkräfte einen 500 Meter großen Sicherheitsradius ein. Die A9 wurde deswegen zwischen Klein Marzehns und dem Rastpaltz Rosselquelle-West in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Verkehrsteilnehmer, die in dem Gefahrenbereich im Stau standen, wurden aufgefordert ihre Fahrzeuge zu verlassen. Nur in speziellen Schutzanzügen konnten die Einsatzkräfte löschen. Zwar brachten sie den Brand schnell unter Kontrolle, doch die Hitze hatte dafür gesorgt, dass das Düngemittel teilweise schmolz und giftige Gase freigesetzt wurden. „Der Notarzt hat die Empfehlung gegeben, dass wir Atemschutz einsetzen müssen. Denn nur wenige Atemzüge der Gase reichen aus, um eine tödliche Dosis zu erlangen“, teil Einsatzleiter Tino Bastian mit. Aus diesem Grund musste auch eine große Dekontaminationsstrecke durch die Helfer aufgebaut werden. Wie knapp man an einem Inferno entkommen war, wurde erst später klar. Denn der Tank des Lasters war bereits an mehreren Stellen durch die Hitze aufgeplatzt. 

Auf Hilfe hofften auch die gestrandeten Autofahrer. Über Stunden mussten sie bei eisiger Kälte in ihren Fahrzeugen ausharren. Obwohl die Temperatur unter null Grad fiel, kümmerte sich niemand um die Staugeplagten, wie viele von ihnen wütend mitteilten. Sie konnten nicht verstehen, warum weder Feuerwehr, noch DRK ihnen ihre Hilfe anboten oder mit Informationen versorgten. Während der hintere Verkehr an den Anschlussstellen abgeleitet wurde, mussten die Fahrer direkt an der Unfallstelle mehrere Stunden frieren. Erst nach fünfeinhalb Stunden wurden sie zur letzten Ausfahrt zurückgeführt. Besonders ärgerlich: bei manchem machte auch die Autobatterie irgendwann schlapp, sodass auch der ADAC alle Hände voll zu tun hatte.

Ehe die Feuerwehr mit den Bergungsarbeiten beginnen konnten, musste die giftige Lkw-Ladung zunächst ausgasen. Erst weit nach Mitternacht konnten Spezialisten den havarierten Laster beginnen abzutransportieren. Der Schaden an dem Hänger ist hoch. Eine positive Nachricht zum Abschluss: verletzt wurde immerhin niemand.


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