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Zehn-Zentner-Bombe bei Bauarbeiten nahe der Innenstadt gefunden:
Fund einer Weltkriegsbombe sorgt für Verkehrschaos in Bremen - durch die extreme Deformierung des Zünders war die Entschärfung sehr nervenaufreibend

Radius der Evakuierung kurzfristig erhöht - Teile der Weser- und Stephanibrücke gesperrt - B 75 und die Bahnstrecke nach Oldenburg kurzfristig voll gesperrt - Schiffs- und Luftverkehr beeinträchtigt - Evakuierung der Anwohner

Bildergalerie vorhanden

Datum: Freitag, 22. September 2017, ca. 16:00 Uhr

Ort: Bremen, Überseestadt

 

(jl) Am Freitagvormittag wurde in der Bremer Überseestadt bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe freigelegt. Das Zehn-Zentner-Geschoss wurde am frühen Abend entschärft.

Der Fundort Löwenhof/Rosenkranz sollte zunächst nur in einem Radius von 350 Metern evakuiert werde, diesen erhöhte Sprengmeister Peter Seydel dann aber kurzfristig auf 400 Meter.  Erhöhte Sicherheit war gefragt. Die Befürchtung, dass sich zusätzlich zu dem Aufschlagzünder noch ein Langzeitzünder an der Bombe befinden könnte, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Ein solcher Fall kostete in der Vergangenheit bereits Kollegen des Sprengmeisters das Leben. Es war, trotz des verkehrstechnisch äußerst ungünstigen Zeitpunktes, sofortiges Handeln erforderlich.

Betroffen von der Sperrung waren auch ein Teil der Weserbrücke, sowie die Stephanibrücke. Diese Bereiche, einschließlich der B 75 und die Bahnstrecke nach Oldenburg, mussten kurzfristig voll gesperrt werden. Ein Verkehrschaos war also vorprogrammiert und auch der Schiffs-, sowie der Luftverkehr waren gesperrt.

Die Polizei warnte, dass in einem Umkreis von 700 Metern „luftschutzmäßiges Verhalten“ erforderlich sei. „Das bedeutet, dass Sie sich während der Entschärfung zwar im Gebäude aufhalten dürfen, aber in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Außerdem sollten Sie sich nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten. Kippen Sie die Fenster.“ So zu lesen in der Pressemitteilung der Polizei Bremen.

Für Bürgerinnen und Bürger, die evakuiert werden mussten, standen Räumlichkeiten in der Schule am Leibnizplatz zur Verfügung.

Um kurz vor halb 8 dann die Entwarnung: Die Bombe ist entschärft. Der Zünder war allerdings so extrem deformiert, dass sich die Entschärfung erheblich schwieriger gestaltete, als zunächst vermutet. Sprengmeister Peter Seidel zählt sie sogar zu den Top 5 der schlimmsten Entschärfungen seiner Berufslaufbahn. Und das ganz kurz vor der Rente. Zum Glück ist aber dennoch alles glimpflich ausgegangen.

 

Die NonstopNews-Bilder und der O-Ton:

  • Baustelle
  • Bagger neben dem Fundort der Bombe
  • Bombe vor der Entschärfung
  • Kampfmittelräumdienst vor Ort
  • Polizei
  • gesperrte Straße
  • Polizei regelt den Verkehr
  • PKW und LKW wenden
  • Flatterband
  • Verkehr fließt langsam an der Sperrung vorbei
  • Staubilder
  • volle Kreuzung
  • Polizei informiert Passanten
  • Karte des Evakuierungsradius 
  • Bilder nach der Entschärfung
  • extrem große Bombe
  • viele Schnittbilder
  • O-Ton Peter Seydel, Sprengmeister: …haben hier bei den Erdarbeiten eine Zehn-Zenter englische GP Bombe gefunden... GP heißt Mehrzweckbombe, als Sprengbombeausgelegt... wahrscheinlich mit zwei Zündern versehen... müssen, wenn Absperrung steht, eine Reinigung vornehmen in den Bereichen... ist ein bisschen kritisch... deshalb müssen wir warten, bis alles soweit abgesperrt ist... dann können wir erst mit hundert prozentiger Sicherheit sagen, ist es ein Zünder oder zwei... ganz problematisch, weil wir im Moment noch nicht wissen, haben wir einen ganz normalen Aufschlagzünder oder haben wir gegebenenfalls einen Langzeitzünder, der unsere Kameraden damals in Göttingen in den Tod gerissen hat... sind immer sehr respektvoll mit so einem Fund... müssen erstmal genau sehen, was haben wir vor uns... wir können uns das in der Regel nicht aussuchen, wann die Dinger gefunden werden... das ist halt so... sachkundigen Kampfmittelräumer mit vor Ort... können im Vorfeld nicht sondieren... kann man imme rerst dann sehen, wenn wirklich Erdreich bewegt wird... dadurch, dass wir eben nicht wissen, ob es sich um einen Langzeitzünder handelt, haben wir auch keine Alternative... wir müssen jetzt daran... 
  • O-Ton Peter Seydel (NEU): ...das war nicht so ganz einfach... wir haben einen sehr deformierten Zünder gehabt, den wir nicht so ohne weiteres rauskriegen konnten... wir hatten ursprüglich auch an einen Langzeitzünder gedacht... darum auch die sofortige Evakuierung... hinterher hat sich allerdings herausgestellt, dass es sich um einen normalen Aufschlagzünder handelt... durch die Deformierung war das vorher nicht festzustellen... wir haben vorne an der Spitze mindestens zwanzig Minuten gearbeitet... hinten, beim Zünderausbau, auch nochmal ne viertel Stunde, zwanzig Minuten bestimmt... 

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