Tankrabatt schon wieder verpufft?
Spritpreise ziehen wenige Stunden nach Start kräftig an - Morgens noch deutliche Entlastung, nach 12 Uhr springen Preise wieder nach oben - Diesel mit 2,36 Euro quasi auf Vortagsniveau, obwohl sich Ölpreis stabilisiert hat und es keinen Grund für eine Erhöhung gibt
Autofahrer enttäuscht: „Viel gemerkt habe ich nicht“ - Versprochene 17 Cent am Abend vielerorts kaum noch erkennbar
Datum: Donnerstag, 01. Oktober 2026, 18:02 Uhr
Ort: Handewitt, Landkreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein
(ch) Die Freude über den neuen Tankrabatt währte für viele Autofahrer offenbar nur kurz. Am Morgen waren die Spritpreise nach Inkrafttreten der Steuersenkung zunächst deutlich gefallen. Im Laufe des Tages ging es jedoch wieder kräftig nach oben.
In Handewitt kostet Diesel am frühen Abend an einer Tankstelle bereits wieder 2,33 Euro pro Liter, Super E10 liegt bei 2,14 Euro. Wenige Kilometer weiter werden sogar 2,36 Euro für Diesel und 2,21 Euro für E10 verlangt. Damit liegen die Preise nur noch vergleichsweise knapp unter dem Niveau vor dem Tankrabatt – von einer Entlastung um rund 17 Cent ist auf den Preistafeln kaum noch etwas zu erkennen.
„Viel gemerkt habe ich nicht. Es ist immer noch über 2,30 Euro“, sagt ein Autofahrer. Er befürchtet, dass die Preise weiter steigen könnten. Sein Wunsch: Benzin und Diesel sollten endlich wieder unter die Zwei-Euro-Marke fallen.
Auch ein weiterer Kunde zeigt sich enttäuscht: „Es ist immer noch alles viel zu teuer.“ Er befürchtet, dass die Steuerentlastung wie schon beim ersten Tankrabatt nicht vollständig und dauerhaft bei den Autofahrern ankommt.
Bundesweit war der Rabatt am Morgen zunächst deutlich zu spüren. Nach der um 12 Uhr erlaubten täglichen Preiserhöhung zogen die Preise jedoch wieder massiv an. Damit wird bereits am ersten Tag deutlich: Die Steuersenkung garantiert keineswegs, dass Autofahrer an jeder Tankstelle und zu jeder Uhrzeit tatsächlich 17 Cent weniger bezahlen.
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