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Montag, 28. September 2026, 18:53 Uhr
Berlin
News-Nr.: 49908

Putin greift nach deutschem Handelsriesen Metro:
Russland stellt Geschäft des deutschen Konzerns unter Zwangsverwaltung - Metro verliert Kontrolle über russische Vermögenswerte - Tagesaktuelle Schnittbilder einer Berliner Filiale

Während deutsche Großmärkte normal weiterlaufen, übernimmt in Russland eine neue Verwaltungsgesellschaft das Ruder

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Datum: Montag, 28. September 2026, 18:53 Uhr

Ort: Berlin

 

(ch) Während in den großen deutschen Metro-Märkten der Betrieb ganz normal weiterläuft, verliert der Düsseldorfer Handelskonzern die Kontrolle über sein milliardenschweres Russland-Geschäft. Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Montag per Dekret die russischen Vermögenswerte von Metro unter eine sogenannte vorübergehende Verwaltung gestellt.

Die betroffenen Anteile wurden der russischen Gesellschaft UK Torg RUS übertragen. Der Erlass trat unmittelbar mit seiner Veröffentlichung in Kraft. Einen konkreten Grund für den Schritt nennt das Dekret nicht.

Für Metro ist die Entscheidung wirtschaftlich bedeutend. Der Konzern gehörte zu den wenigen großen deutschen Unternehmen, die auch nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in Russland aktiv blieben. Metro begründete dies unter anderem mit der Verantwortung für seine Mitarbeiter und Kunden vor Ort. Zuletzt erwirtschaftete das Russland-Geschäft im Geschäftsjahr 2024/25 rund 2,6 Milliarden Euro Umsatz.

Die Maßnahme fällt in eine Phase erneut verschärfter Spannungen zwischen Moskau und Berlin. Russland hatte bereits zuvor die Geschäfte anderer westlicher Unternehmen unter externe beziehungsweise vorübergehende Verwaltung gestellt. Im September traf dies unter anderem Nestlé und den französischen Handelskonzern Auchan.

Die russische Metro-Tochter erklärte, der operative Betrieb laufe zunächst normal weiter und die Verpflichtungen gegenüber Kunden würden erfüllt. Für den deutschen Mutterkonzern bedeutet Putins Dekret dennoch einen weitreichenden Kontrollverlust über sein Russland-Geschäft.

In Deutschland ist Metro davon zunächst nicht betroffen. Allein in Berlin betreibt der Großhändler drei Märkte. Während dort Kunden weiterhin wie gewohnt einkaufen, entscheidet über die russischen Metro-Vermögenswerte nun eine von Moskau eingesetzte Verwaltung.

 


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