Drohnenalarm legt Hauptstadtflughafen erneut komplett lahm:
Flughafen BER muss Starts und Landungen für rund 45 Minuten einstellen - Beide Landebahnen betroffen
Drohnen werden zum wachsenden Problem - Polizei fährt verstärkt Streife
Datum: Mittwoch, 23. September 2026, 23:01 Uhr
Ort: Flughafen BER, Brandenburg
(ch) Eine Drohnensichtung hat am Mittwochabend den Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER zeitweise komplett zum Erliegen gebracht. Für rund 45 Minuten waren weder Starts noch Landungen möglich.
Gegen 20 Uhr wurde nach Angaben von Flughafen und Bundespolizei eine Drohne im Bereich des Airports gesichtet. Die Deutsche Flugsicherung reagierte zunächst mit einer Sperrung der Nordpiste für startende und landende Maschinen.
Weil die Lage offenbar nicht unmittelbar geklärt werden konnte, wurde wenig später auch die Südpiste gesperrt. Damit waren am BER vorübergehend sämtliche Starts und Landungen ausgesetzt. Erst gegen 21.05 Uhr konnte die Sperrung wieder vollständig aufgehoben werden. Die Bundespolizei rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an und fuhr verstärkt Streife.
Der Vorfall trifft den Hauptstadtflughafen bei einem ohnehin zunehmenden Drohnenproblem. Im ersten Halbjahr wurden nach Angaben der Deutschen Flugsicherung bereits 28 Drohnen im Bereich des BER registriert – mehr als an jedem anderen deutschen Flughafen.
Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 waren am BER und in dessen Umfeld lediglich acht Drohnensichtungen registriert worden. Damit hat sich die Zahl der Vorfälle innerhalb kurzer Zeit massiv erhöht.
Wer die Drohne am Mittwochabend gesteuert hat und woher sie kam, ist bislang unklar.
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