SEK-Zugriff am Hambacher Forst – Jagd auf Strom-Saboteur
Spezialeinsatzkommando stürmt Lkw von flüchtigem Öko-Terroristen – Sprengstoffverdacht nach Wohnungsdurchsuchung – Bekennerschreiben aufgetaucht
Fahndung nach Daniel V. (48) läuft auf Hochtouren
Datum: Freitag, 04. September 2026, 17:00 Uhr
Ort: Niederzier, Landkreis Düren, Nordrhein-Westfalen
(th) Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hat am Freitag einen Lkw nahe dem Braunkohletagebau Hambacher Forst gestürmt. Die Beamten suchten den flüchtigen Strom-Saboteur Daniel V. (48). Der Mann wird verdächtigt, Anschläge auf die Energie-Infrastruktur zu planen. Zuvor wurden in seiner Wohnung sprengstoffverdächtige Substanzen gefunden. In einem Bekennerschreiben nennt er seinen Kampf gegen fossile Brennstoffe als Motiv.
Der Zugriff erfolgte direkt am Umspannwerk „Station Oberzier“. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Waldstück. Schwer bewaffnete SEK-Beamte umstellten den auffälligen Lastwagen und besprachen das Vorgehen. Sie befürchteten Sprengfallen im Fahrzeug. Polizisten durchsuchten den Lkw, auch Diensthundeführer waren vor Ort. Der Gesuchte wurde nicht angetroffen. Eine Einsatzhundertschaft unterstützte die sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung.
Zuvor hatte die Polizei die Wohnung des 48-Jährigen in Gevelsberg durchsucht. Dort fanden die Ermittler verdächtige Stoffe. Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen die Substanzen nun. Es könnte sich um Material zum Bau von Sprengsätzen handeln. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bestätigte die Funde. Er sprach von einer ernsten Bedrohungslage.
Der Verdächtige hatte sich in einem Schreiben selbst bezichtigt. Er nannte darin seinen vollen Namen und seine Adresse. Das sei „sehr ungewöhnlich“, so Reul. Die Ermittler halten das Bekennerschreiben für authentisch. Der Verfasser begründet seine Taten mit dem Kampf gegen fossile Energien.
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