Nächtliche Unwetter wüten im Saarpfalz-Kreis
Schwere Gewitterfront deckt Dächer von acht Häusern ab – viele Ortschaften ohne Strom und Mobilfunk - Einsatzkräfte im Dauereinsatz
Unwetter zieht aus Frankreich über das Saarland – Umgestürzte Bäume schneiden Ort zeitweise von der Außenwelt ab - Leuchttürme als Anlaufstelle für die Bevölkerung eingerichtet
Datum: Freitag, 28. August 2026, 0 Uhr
Ort: Bieskastel, Saarpfalz-Kreis, Saarland
(sg) Eine schwere Gewitterfront ist am späten Abend aus Frankreich kommend über das Saarland hinweggezogen und hat unter anderem im Saarpfalz-Kreis erhebliche Schäden angerichtet. Das Gewitter erreichte das Saarland gegen 22 Uhr und wütete im Raum Blieskastel gegen Mitternacht besonders heftig.
Im Berich Blieskastel, St. Ingbert und Mandelbachtal wurden ingesamt acht Häuser teilweise abgedeckt. Vielerorts fiel zudem die Stromversorgung aus. Auch das Mobilfunknetz war in mehreren betroffenen Bereichen nicht verfügbar.
Eine Ortschaft war infolge zahlreicher umgestürzter Bäume rund 45 Minuten lang vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Einsatzkräfte mussten zunächst die blockierten Zufahrtswege freiräumen.
Wegen des Ausfalls von Strom- und Mobilfunkverbindungen richteten die Einsatzkräfte in einigen Orten sogenannte „Leuchttürme“ als Anlaufstelle für die Bevölkerung ein. Die mit Stromaggregaten ausgestatteten Anlaufstellen ermöglichen es der Bevölkerung, Notrufe abzusetzen und bei Bedarf weitere Hilfe anzufordern.
Die Auswirkungen des Unwetters betreffen neben Blieskastel mehrere umliegende Ortschaften im Saarpfalz-Kreis. Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten dauerten etwa sechs Stunden an.
Laut Lagezentrale der Polizei gab es insgesamt 29 Einsätze in dem Gebiet. Darunter überwiegend umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer ohne Personenschaden im Raum St. Ingbert und Blieskastel. Im Raum Blieskastel fiel eine Trafostation aus, wodurch es dann zu den Stromausfällen und Ausfall des Handynetzes kam. Der Ausfall konnte nach rund drei Stunden behoben werden.
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