brandenburg
Mittwoch, 19. August 2026, 17:15 Uhr
Fürstenwalde, Landkreis Oder-Spree,  Brandenburg
News-Nr.: 49679

Tornado hinterlässt Spur der Zerstörung mitten in Wohngebiet:
Dächer aufgerissen (on tape) - Verheerender Wirbelsturm fordert drei Verletzte - 60 Meter breite Schneise der Verwüstung in Wohngebiet - Fünf Wohnblöcke schwer beschädigt und Dach einer Kindertagesstätte abgedeckt - Bäume knicken um wie Streichhölzer und Trümmer schlagen in Autos ein - 18-jähriger Fahrer in Wagen von Baum eingeklemmt - Mehrere Dachgeschosswohnungen unbewohnbar

Schäden erinnern Einsatzkräfte an Orkan „Kyrill“ (im O-Ton)- Anwohner: "Von da hinten flogen die Teile 30 Meter hoch"

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Datum: Mittwoch, 19. August 2026, 17:15 Uhr

Ort: Fürstenwalde, Landkreis Oder-Spree,  Brandenburg

 

(tz/jb) Ein rotierender Riese am Himmel - und binnen Sekunden bricht Chaos aus. Mittwochnachmittag, kurz nach 17 Uhr im brandenburgischen Fürstenwalde: Was Anwohner filmen, wird von Meteorologen kurz darauf bestätigt: Ein echter Tornado wütet mitten im Wohngebiet. Nur wenige Minuten dauert der Spuk, doch die Spur der Verwüstung ist enorm. Dächer werden aufgerissen, mächtige Bäume knicken um wie Streichhölzer. Trümmerteile schlagen in Fassaden und parkende Autos ein. Ein 18-jähriger Fahrer wird in seinem Wagen von einem umstürzenden Baum eingeklemmt – die Einsatzkräfte müssen ihn befreien. Er kommt ins Krankenhaus. Insgesamt gibt es drei Verletzte. Besonders schwer trifft es den Paul-Frost-Ring. Hier zog die Windhose eine rund 50 bis 60 Meter breite Schneise der Zerstörung. Fünf Wohnblöcke sind schwer beschädigt – und sogar das Dach einer Kindertagesstätte wird teils abgedeckt. Matthias Gädik von der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenwalde meint: „Ein enormer Schaden für diese Fläche. Bäume umgeknickt, Autos beschädigt, ein Kitadach abgedeckt – das ist absolut nicht alltäglich. Wir haben hier eine Schadensschneise von rund 50 bis 60 Metern Breite, vor allem am Paul-Frost-Ring. Vier Wohnblöcke sind fast über die gesamte Dachfläche beschädigt. So ein eng begrenztes Schadensbild haben wir vergleichbar zuletzt bei Kyrill erlebt.“ Über 60 Einsatzkräfte aus Fürstenwalde und den Nachbargemeinden kämpfen gegen die Folgen der Zerstörung. Die größte Gefahr jetzt: Lose Ziegel an den Dachkanten, die jederzeit in die Tiefe stürzen können. Einige der oberen Wohnungen sind vorerst unbewohnbar. Wer ganz oben im Dachgeschoss wohnt, muss die Nacht bei Verwandten oder Bekannten verbringen. Ein Schock, der tief sitzt. Am frühen Morgen rücken Dachdecker mit Spezialbühnen an, um die offenen Dächer vor eindringendem Regen zu schützen. Für die Menschen in Fürstenwalde beginnt nach den Schrecksekunden des Tornados das lange Aufräumen.

 


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