Feuerwehr rettet Bäume vor dem Verdursten:
Extreme Trockenheit bedroht Stadtgrün – Elf von 15 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr rücken am Mittwoch mit Tanklöschfahrzeugen zu großangelegtem Hilfseinsatz im gesamten Stadtgebiet aus – Vereinzelte Schauer bringen kaum Entlastung – Verhärtete Böden lassen Regenwasser oberflächlich abfließen – Keine Feuchtigkeit in 30 Zentimetern Wurzeltiefe messbar – Löschzüge wässern besonders gefährdete Baumscheiben mit rund 100 Litern pro Baum
Stadt und Wehr rufen Bevölkerung zur Mithilfe auf – Bürger können durstige Straßenbäume über digitale Stadtkarte gezielt lokalisieren
Datum: Mittwoch, 19. August 2026, 17:00 Uhr
Ort: Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
(tz/jb) Wegen Trockenheit und Hitze hat die Freiwillige Feuerwehr in Wuppertal am Mittwoch einen großangelegten Bewässerungseinsatz im gesamten Stadtgebiet gestartet. Elf von 15 Einheiten rückten mit ihren Tanklöschfahrzeugen aus, um das stark leidende städtische Straßenbegleitgrün gezielt mit Wasser zu versorgen. Zwar gab es in den vergangenen Tagen vereinzelte Schauer, diese brachten für die Natur jedoch kaum Entlastung. Durch die wochenlange Trockenheit sind die Böden derart verhärtet, dass das Regenwasser oberflächlich abfloss und nicht bis in die tieferen Wurzelschichten vordringen konnte. In rund 30 Zentimetern Tiefe sei nach wie vor keine Feuchtigkeit angekommen, erklärte Christian Spoo, Sprecher der Feuerwehr Wuppertal. Die Löschzüge steuern gezielt die von der Stadt ausgewiesenen, besonders gefährdeten Baumscheiben an und wässern diese mit rund 100 Litern pro Baum. Ein kleineres Tanklöschfahrzeug mit 1.000 Litern Fassungsvermögen kann so rund zehn Bäume versorgen. Parallel rufen Stadt und Feuerwehr die Bevölkerung zur Mithilfe auf: Über eine digitale Stadtkarte („Digitaler Zwilling“) können Bürger einsehen, welche Straßenbäume in ihrer Nachbarschaft dringend zusätzliches Wasser benötigen.
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