Jetzt doch Teilevakuierung in Monschau:
Verheerender Wald- und Moorbrand im Hohen Venn rückt auf 300 Meter an deutsche Grenze heran – Angespannte Lage nach nächtlicher Teilevakuierung leicht beruhigt – Einsetzender Nieselregen und günstiger Wind (on tape) verschaffen 240 Einsatzkräften Atempause – Feuerwehrsprecher dämpft Hoffnung – "Niederschlag vorerst nur Tropfen auf den heißen Stein" (im O-Ton) – Verhärteter Boden lässt Wasser kaum zu tief sitzenden Torf-Glutnestern durchdringen
Vorsorgliche Evakuierung von 17 Häusern in Ruitzhof und Geisberg bleibt vorerst in Kraft
Datum: Sonntag, 16. August 2026, ab 22:00 Uhr
Ort: Monschau-Kalterherberg, Nordrhein-Westfalen
(jb) Nach einer angespannten Nacht und vorsorglichen Teilevakuierungen im grenznahen Monschauer Stadtteil Kalterherberg hat sich die Lage am Montagmorgen leicht beruhigt. Ein einsetzender leichter Regen gegen 5:30 Uhr sowie günstiger Wind verschafften den rund 240 deutschen Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst etwas Entlastung. Dennoch sei der Niederschlag vorerst nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“, wie Monschaus Feuerwehrsprecher Michael Nellessen am Montagmorgen erklärte. Durch die anhaltende Trockenheit ist der Boden verhärtet, sodass das Wasser die tief sitzenden Glutnester im Torfboden kaum erreicht. Die Brandherde müssen daher weiterhin aktiv am Boden abgelöscht werden. In der Nacht hatten die Einsatzkräfte ein Vordringen der Flammen auf deutsches Hoheitsgebiet erfolgreich abgewehrt. Durch massiven Wassereinsatz in den Baumkronen gelang es, die vereinbarte Haltelinie rund 300 Meter vor der Grenze zu sichern und den Hochbewuchs vor dem Übergreifen des Feuers zu schützen. Die Lage wird bei der Übergabe an die Tagesschicht neu bewertet, um über eine mögliche Reduzierung der Einsatzkräfte zu entscheiden. Die vorsorgliche Evakuierung von 17 Häusern in den Straßen Ruitzhof und Geisberg bleibt vorerst bestehen.
Wichtiger Hinweis: Die Anforderung von Video- und Bildmaterial ist Redaktionen von Fernsehanstalten und Printmedien vorbehalten. Auf Anfrage können am jeweiligen Geschehen beteiligte Einsatzkräfte, die bei uns registriert sind, TV-Material zu internen, nichtöffentlichen Zwecken anfordern. Die Entscheidung über diese außerredaktionelle Bereitstellung obliegt der Berücksichtigung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten der Betroffenen im jeweiligen Fall. Wir bitten um Verständnis.
