niedersachsen
Freitag, 07. August 2026,
Vechta, Niedersachsen
News-Nr.: 49579

Über Jahre hinweg in Teilen fehlerhafte Abschlussentscheidungen:
Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler einer Oberschule in Vechta hätten seit 2020 höhere Abschlüsse erhalten müssen

Ausgleichsregelung nicht ausreichend genutzt - Landesbildungsministerin entschuldigt sich für die entstandenen Nachteile - Anlaufstelle eingerichtet - Betroffene Schülerin: "Verstehe nicht, wie man als Schulleitung so viele Fehler machen kann" - "Wollte eigentlich Fachhochschulreife machen, wäre längst im Studium" - "Mir ist so viel Zeit weggegangen, das kann mir niemand wiedergeben" - "Bin in der 13. Klasse, gehe jetzt ins Abitur - werde es schaffen"

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Datum: Freitag, 07. August 2026,

Ort: Vechta, Niedersachsen

 

(ah) Wie das niedersächsische Kultusministerim am Freitag mitteilte, wurden an einer Oberschule in Vechta in den vergangenen Jahren in Teilen fehlerhafte Abschlussentscheidungen getroffen, sodass mehr als 100 Schülerinnen und Schüler seit 2020 höhere Abschlüsse erhalten hätten müssen. Demnach sei die bestehende Ausgleichsregelung, mit der schlechte Noten durch andere Leistungen ausgeglichen werden können, nicht ausreichend angewendet worden.

Betroffen sind insgesamt 107 Absolventinnen und Absolventen der Geschwister-Scholl-Oberschule, bei 32 weiteren müsse die Entscheidung neu beraten werden. Ausgangspunkt der Untersuchungen durch den zuständigen Dezernenten des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Osnabrück (RLSB) war eine Beschwerde einer ehemaligen Schülerin der Schule. Das RLSB hat inzwischen eine Anlaufstelle eingerichtet, Landeskultusministerin Julia Willie Hamburg hat sich in einer schriftlichen Mitteilung für die den Betroffenen entstandenen Nachteile in ihrem Berufs- und Bildungsweg ausdrücklich entschuldigt.

 

 


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