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Donnerstag, 06. August 2026, ca. 12:30 Uhr
Köln, Nordrhein-Westfalen
News-Nr.: 49576

Entschärfung erfolgreich – Sperradius von 400 Metern, Sendezentrum von RTL wird evakuiert:
Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg sorgt für Großeinsatz – Hunderte betroffen, Schiffs- und Luftverkehr gestoppt – Experten entschärfen Fünf-Zentner-Bombe am Abend – Passanten entdeckten den Blindgänger offenbar aufgrund des niedrigen Pegelstandes

Amerikanische Fünf-Zentner-Bombe liegt im Fluss in Höhe des Rheinparks

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Datum: Donnerstag, 06. August 2026, ca. 12:30 Uhr

Ort: Köln, Nordrhein-Westfalen

 

(ah) Am Mittwochabend wurde im Rhein in Höhe des Kölner Rheinparks eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger wurde noch am Donnerstag von Experten des Kampfmittelräumdienstes erfolgreich entschärft. Wegen der Entschärfung waren umfangreiche Evakuierungs- und Absperrmaßnahmen im Umkreis von 400 Metern notwendig. Passanten hatten die Bombe aufgrund des extrem niedrigen Rheinpegels entdeckt. 
 

Die Evakuierung betraf zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser. Auch das Sendezentrum des Fernsehsenders RTL musste geräumt werden. Dirk Käsbach, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, zeigte sich erleichtert: „Ich bin sehr erleichtert, dass der Einsatz jetzt abgeschlossen ist. Der Blindgänger ist erfolgreich entschärft.“ Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte habe hervorragend funktioniert. Die Evakuierung sei reibungslos verlaufen, so Käsbach weiter. 
 
Die Bergung der Bombe war eine besondere Herausforderung. Sie lag im Wasser und war stark mit Muscheln und Steinen verkrustet. „Die Lage und die Bergung waren sehr schwierig, weil wir unter Wasser nicht entschärfen können“, erklärte Entschärfer Marcel Biwald. Der Blindgänger musste daher zuerst an Land gebracht werden. Das Technische Hilfswerk leistete dabei entscheidende Unterstützung. 
 
Von der 250-Kilo-Bombe ging eine erhebliche Gefahr aus. Sie enthielt etwa 125 Kilogramm Sprengstoff. „Da haben wir immensen Splitterflug, deswegen auch die Evakuierung“, sagte Biwald. Experten rechnen damit, dass aufgrund des Niedrigwassers weitere Blindgänger in den Uferbereichen des Rheins zum Vorschein kommen könnten. Man sei jedoch auf solche Funde gut vorbereitet.


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