Waldbrand wütet am Wochenende weiter – Müritz-Nationalpark im Brandrauch – Großeinsatz seit sechs Tagen
Feuersbrunst im Nationalpark – Hunderte Kräfte kämpfen gegen Flammenwalze – Landrat vermutet Brandstiftung – Bundeswehr-Hubschrauber im Dauereinsatz
Spezialkräfte aus Niedersachsen unterstützen Löscharbeiten – Lage entspannt sich langsam
Datum: Samstag, 18. Juli 2026, 14:00 Uhr bis Sonntag, 19. Juli 2026, 16:00 Uhr
Ort: Kratzeburg-Dalmsdorf, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern
(th) Seit sechs Tagen kämpfen hunderte Einsatzkräfte im Müritz-Nationalpark gegen einen verheerenden Waldbrand. Das Feuer brach nahe Kratzeburg-Dalmsdorf aus. Der Landkreis geht von Brandstiftung aus. Die Einsatzleitung koordiniert Feuerwehr, THW, Polizei und Bundeswehr. Wasserwerfer und Löschhubschrauber sind im Dauereinsatz. Die Lage hat sich mittlerweile etwas entspannt.
Die Feuerfront hat sich in ein nicht munitionsbelastetes Gebiet verschoben. Das erleichtert die Löscharbeiten erheblich. Nun können Hubschrauber das Feuer direkt aus der Luft bekämpfen. Zuvor evakuierte Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Dennoch flammen immer wieder einzelne Brandnester auf. Diese Bereiche sind für die Bodentruppen zu gefährlich.
Spezialkräfte unterstützen die örtlichen Feuerwehren. „Seit Samstag haben wir einen Löschzug zur Waldbrandbekämpfung aus Niedersachsen hier im Einsatz“, sagt der stellvertretende Landrat Michael Löffler. Diese Einheit bekämpfe das Feuer direkt am Boden. Die überörtlichen Kräfte werden schrittweise wieder abgezogen. Die Motivation der Helfer ist trotz der Belastung hoch.
Hinter den Kulissen läuft eine gewaltige Logistikmaschinerie. Das Deutsche Rote Kreuz versorgt bis zu 400 Einsatzkräfte mit fünf Mahlzeiten am Tag. Mathias Zeipelt vom DRK organisiert die Verpflegung. Er und sein Team kümmern sich um alles. Das reicht von tausenden Brötchen bis zum Toilettenpapier. Die große Hilfsbereitschaft und Spenden müssen gut koordiniert werden. „Einfach so herkommen und hier was abblasen ist für uns sehr, sehr schlecht, weil wir es nicht planen können“, betont Zeipelt.
Wichtiger Hinweis: Die Anforderung von Video- und Bildmaterial ist Redaktionen von Fernsehanstalten und Printmedien vorbehalten. Auf Anfrage können am jeweiligen Geschehen beteiligte Einsatzkräfte, die bei uns registriert sind, TV-Material zu internen, nichtöffentlichen Zwecken anfordern. Die Entscheidung über diese außerredaktionelle Bereitstellung obliegt der Berücksichtigung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten der Betroffenen im jeweiligen Fall. Wir bitten um Verständnis.
