Unbelehrbarer Skipper löst zweiten Seenot-Einsatz aus:
Eine Woche nach Havarie am Nordstrand von Norderney sticht niederländischer Segler erneut in See – Boot trotz defekter Ruderanlage wieder zu Wasser gelassen – Kapitän verliert wegen Manövrierunfähigkeit die Kontrolle – Seenotretter der DGzRS müssen am zu erneutem Rettungseinsatz ausrücken – Schlepper-Crew nimmt havariertes Schiff an Haken – Skipper sitzt nach Abschleppaktion wieder auf der ostfriesischen Insel fest
Rückblick: In der Vorwoche musste der Mann bei Sturm per Bagger gerettet werden
Datum: Freitag, 10. Juli 2026, 13:00 Uhr
Ort: Insel Norderney, Niedersachsen
(jb) Genau eine Woche nach seiner Havarie am Nordstrand von Norderney hat ein niederländischer Segler am Freitagmorgen erneut einen Rettungseinsatz ausgelöst. Das beschädigte Boot war zuvor wieder zu Wasser gelassen worden, obwohl die Ruderanlage weiterhin defekt ist. Aufgrund der daraus resultierenden Manövrierunfähigkeit musste die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ausrücken und das Schiff abschleppen. Der Segler sitzt nun wieder auf der ostfriesischen Insel fest.
Am Freitagnachmittag der Vorwoche war das aus Richtung Juist kommende Boot bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 38 Kilometern pro Stunde auf Grund gelaufen. Da der Skipper das Schiff nicht eigenständig verlassen konnte, sicherten Seenotretter die Unfallstelle vom Wasser aus ab. Einsatzkräfte retteten den Mann mithilfe eines Baggers von Bord. Er wurde damals vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ob der Defekt an der Ruderanlage bereits die Ursache für die erste Havarie in der Vorwoche war, ist derzeit noch unklar.
Die Wasserschutzpolizei Emden führt die weiteren Ermittlungen.
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