Großkontrolle zum Ferienstart – Polizei stoppt Urlauber-Konvoi
Überladung – technische Mängel und Gas-Prüfung im Fokus – Beamte nehmen auf der A9 bei Fläming-Ost gezielt Wohnmobile und Wohnwagen ins Visier
Für einige Urlauber endet die Reise – massive Mängel festgestellt
Datum: Donnerstag, 09. Juli 2026, 10:00 Uhr
Ort: A9 Mühlenfließ, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
(th)´Zum Start der Sommerferien in Berlin und Brandenburg hat die Polizei am Donnerstag eine Großkontrolle auf der Autobahn 9 durchgeführt. An der Raststätte Fläming-Ost wurden gezielt Wohnmobile und Wohnwagen aus dem fließenden Verkehr gezogen. Die Beamten überprüften die Fahrzeuge auf Verkehrssicherheit und übermäßige Beladung. Für einige endete der Urlaub, bevor er richtig begonnen hatte.
Der Ferienbeginn sorgt traditionell für volle Autobahnen. Besonders Wohnmobile und Gespanne sind dann unterwegs. Um die Sicherheit für alle zu gewährleisten, führte die Polizeidirektion West die Schwerpunktkontrolle durch. Motorradpolizisten lotsten die Fahrzeuge auf den Parkplatz. Dort wurden sie auf Herz und Nieren geprüft. Die zentrale Frage: Ist das zulässige Gesamtgewicht überschritten? Aber auch die Ladungssicherung, die notwendigen Zusatzspiegel bei Anhängern und die vorgeschriebene Gasprüfung bei Campingfahrzeugen standen im Fokus der Kontrolleure. Pressesprecher Mario Thierbach erklärte: "In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass wir oft mit einer Überladung dieser Fahrzeuge konfrontiert sind." Es sei keine "Du-Du-Aktion", betonte er. "Wenn triftige Gründe entgegenstehen, dass die Fahrt hier sicher fortgesetzt werden kann, dann muss sie im schlimmsten Fall hier enden."
Und das war bei einem älteren Wohnmobil der Fall. Polizeibeamter Mirko Schneider stellte erhebliche Mängel fest. "Bei diesem Fahrzeug haben wir massiven Verlust von Dieselkraftstoff", so Schneider. Innerhalb weniger Minuten habe sich eine große Pfütze gebildet. Eine immense Gefahr, gerade für Motorradfahrer. Zudem waren die Bremsscheiben an der Vorderachse stark verrostet. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Fahrer, Bernhard Ebnet, nahm es gefasst: "Es ist ja eigentlich trotz aller Misere das kleinere Übel in Relation, wenn wir einen Unfall verursacht hätten." Er müsse nun sehen, wie er das Fahrzeug in eine Werkstatt bekomme und die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortsetze.
Die Urlauber zeigten Verständnis für die Maßnahmen. Markus Grimm, der mit seinem Wohnmobil auf dem Weg nach Dänemark war, fand die Kontrolle gut. "Man sieht ja selber auch als Fahrer auf der Autobahn, dass das ein oder andere Fahrzeug dann doch vielleicht überladen ist oder komisch läuft", sagte er. Sein Fahrzeug war nach Gefühl und Erfahrung beladen – mit Erfolg, wie die Waage zeigte. Die Polizei rät allen Reisenden, entspannt in den Urlaub zu starten und das Fahrzeug im Zweifel vorab auf einer öffentlichen Waage wiegen zu lassen.
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