Schwere Gewitterzelle bringt Boote in Seenot:
Trotz frühzeitiger Sturmwarnung geraten mehrere Schiffe im Bodensee in Seenot – Segelboot läuft vor Lindauer Therme auf Grund – Zeitgleicher Einsatz um manövrierunfähiges Motorboot im selben Bereich – Grenzüberschreitende Rettungsaktion von deutschen und österreichischen Kräften – Havariertes Motorboot in Lindauer Hafen geschleppt – Sturmpeitschen reißt Segelboot vor Wasserburger Halbinsel von Boje los
THW muss beschädigtes und gestrandetes Schiff mit Ladekran aus dem Wasser heben, um Umweltschäden zu verhindern
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 21:00 Uhr
Ort: Lindau am Bodensee, Landkreis Lindau, Bayern
(jb) Ein heftiges Unwetter über dem Ostteil des Bodensees hat am Sonntagabend für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, Wasserwacht und dem Technischen Hilfswerk (THW) gesorgt. Ausgelöst durch starke Gewitterzellen über der Ostschweiz, gerieten trotz frühzeitiger Sturmwarnung mehrere Boote in Seenot. Vor der Therme in Lindau lief ein Segelboot auf Grund. Zeitgleich meldeten Zeugen in dem Bereich ein manövrierunfähiges Motorboot. Die Lindauer Rettungskräfte sicherten in einer grenzüberschreitenden Aktion gemeinsam mit Einsatzkräften aus Österreich beide Schiffe; das Motorboot wurde im Anschluss in den Lindauer Hafen geschleppt. Einen weiteren Einsatz gab es vor der Wasserburger Halbinsel. Dort riss sich ein Segelboot von seinem Bojenliegeplatz los und trieb durch den starken Wellengang ans Ufer. Die Feuerwehr Wasserburg und das THW sicherten das beschädigte Schiff. Um mögliche Umweltschäden durch auslaufenden Treibstoff abzuwenden, hob das THW das Segelboot mit einem Ladekran aus dem Wasser. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden an. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
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