Waldbrand in schwer zugänglichem Gebiet:
Feuerwehr sucht über eine Stunde nach Brandherd -Löschfahrzeuge können nicht bis zur Einsatzstelle vordringen - Polizeihubschrauber unterstützt bei Lokalisierung des Feuers und lotst Einsatzkräfte durch den Wald - Feuerwehrleute müssen bei 36 Grad mehrere Hundert Meter Schlauchleitungen durch dichtes Unterholz verlegen - 4000 qm Wald zerstört
Einsatz dauert an
Datum: Donnerstag, 25. Juni 2026, 14:30 Uhr
Ort: Ferch, Gemeinde Schwielowsee, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
(jk) Ein Waldbrand bei hochsommerlichen Temperaturen hat die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag im Raum Ferch vor eine enorme Herausforderung gestellt. Bei rund 36 Grad mussten die Einsatzkräfte gegen Flammen, Hitze und schwieriges Gelände kämpfen. Gegen 14.30 Uhr ging die Meldung über ein Feuer im Wald ein. Feuerwehren aus Ferch, Glindow und Werder rückten umgehend aus.
Während sich die Flammen bei heißen Temperaturen weiter ausbreiteten, standen die Einsatzkräfte zunächst vor einer ganz anderen Herausforderung: Sie mussten den Brandherd überhaupt erst finden. Doch die Suche nach dem Brand gestaltete sich schwierig. Das Feuer befand sich mehrere Hundert Meter tief im Wald, fernab befestigter Wege. Aufgrund der schlechten Zuwegung konnten die schweren Löschfahrzeuge nicht bis zur Einsatzstelle vordringen.
Erst nach mehr als einer Stunde gelang es den Einsatzkräften, den Brandherd zu lokalisieren. Unterstützung kam dabei aus der Luft: Ein Polizeihubschrauber suchte das Gebiet ab und half offenbar dabei, die Feuerwehr gezielt zur Brandstelle zu führen.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die eigentlichen Löscharbeiten noch nicht begonnen. Das Feuer breitete sich weiterhin als Bodenbrand aus und fraß sich durch trockenes Laub, Äste und Unterholz. Nach ersten Einschätzungen könnte bereits eine Fläche von mehreren Hektar betroffen sein. Eine genaue Ausdehnung ließ sich zunächst jedoch nicht bestimmen.
Für die Feuerwehr begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Da die Fahrzeuge weit entfernt vom Brandgeschehen stehen bleiben mussten, verlegten die Einsatzkräfte über mehrere Hundert Meter Schlauchleitungen durch das unwegsame Gelände. Der Einsatz wurde für die Feuerwehr zur Belastungsprobe. Bei 36 Grad arbeiteten die Kräfte in schwerer Schutzkleidung gegen die Hitze an. Rauch, dichter Bewuchs und das unwegsame Gelände machten die Löscharbeiten zusätzlich kräftezehrend. Meter für Meter kämpften sich die Einsatzkräfte durch das Waldgebiet, um die Wasserversorgung aufzubauen und den Brand einzudämmen.
Mit Hochdruck bauten die Kräfte eine stabile Wasserversorgung auf, um den Löschangriff einzuleiten. Zur Ursache des Brandes lagen zunächst keine Informationen vor. Bislang sind 4000qm Wald durch das Feuer zerstört worden. Der Einsatz dauert an.
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