Tödlicher Raserunfall auf der B28 – Frau stirbt in den Trümmern ihres Kleinwagens
Brutaler Crash bei Neu-Ulm – Mercedes rammt Ford mit voller Wucht und schiebt ihn meterweit vor sich her – Wrackteile über hundert Meter verstreut – Fahrer nicht angeschnallt dank Gurt-Adapter
Unfall-Hotspot B28 – Die tödliche Serie auf der Bundesstraße bei Neu-Ulm reißt nicht ab
Datum: Sonntag, 21. Juni 2026, 03:11 Uhr
Ort: Neu-Ulm, Landkreis Neu-Ulm, Bayern
(jb) Eine 58-jährige Frau ist bei einem schweren Unfall auf der B28 ums Leben gekommen. Ihr Kleinwagen wurde am frühen Sonntagmorgen von einem Mercedes gerammt. Der Ford der Frau wurde dabei völlig zerstört. Der Mercedes-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Er war offenbar nicht angeschnallt. Ein Gutachter soll nun die genaue Unfallursache klären.
Die Kollision hinterließ ein Trümmerfeld. Der Mercedes traf den Ford mit großer Wucht am Heck. Beide Autos schleuderten über 50 Meter Leitplanke nieder. Der Ford verkeilte sich schwer beschädigt in der Mittelleitplanke. Zahlreiche Ersthelfer eilten sofort zur Hilfe. Sie versorgten die Opfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.
Die Lage für die Retter war zunächst unübersichtlich. Alexander Haas, Einsatzleiter der Feuerwehr Neu-Ulm, bestätigt dies. "Es war hier ein schwerer Verkehrsunfall gemeldet." Die Meldung sprach von "mehreren Fahrzeugen und mehreren beteiligten Personen". Die Ersthelfer hatten bereits begonnen, die Insassen zu befreien. Die Feuerwehr übernahm dann die Rettungsmaßnahmen.
Für die 58-jährige Fahrerin des Ford kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. "Insgesamt 3 Schwerstverletzte, wovon eine verstorben ist", so die Bilanz von Rettungsdienstleiter Fabio Minosa. Der schwerverletzte Mercedes-Fahrer kam in eine Klinik. Er hatte einen Gurt-Adapter benutzt. Dieser verhindert das Warnsignal bei nicht angelegtem Gurt.
Der Einsatz war auch eine seelische Belastung für die Zeugen. Rund 15 Personen mussten versorgt werden. "Zehn haben tatsächlich Betreuung benötigt", präzisiert Fabio Minosa. Drei Notfallseelsorger kümmerten sich um die sichtlich Betroffenen.
Die Unfallstelle weckt bei den Einsatzkräften schlimme Erinnerungen. "Schon etwas komisch, dass ein ähnlicher Verkehrsunfall sich fast anderthalb Jahre später noch mal wiederholt", sagt Feuerwehreinsatzleiter Haas. In den letzten Jahren gab es hier mehrere tödliche Unfälle. Die B28 war für die aufwendigen Bergungsarbeiten stundenlang gesperrt.
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