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Samstag, 20. Juni 2026, 20:00 Uhr
A6 zwischen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau Fahrtrichtung Heilbronn, Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg
News-Nr.: 49179

13 teils Schwerverletzte bei heftigem Unfall auf A6:
Kleinbus von Jugendgruppe rauscht ins Stauende - Vier Fahrzeuge kollidieren - acht Kinder und drei Erwachsene schwerverletzt, zwei weitere Personen leichtverletzt - Zwei Rettungshubschrauber auf Autobahn gelandet - Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen - zahlreiche Rettungskräfte über Stunden im Einsatz - Autobahn Richtung Heilbronn voll gesperrt

Fahrzeuge wurden stark demoliert - Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen

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Datum: Samstag, 20. Juni 2026, 20:00 Uhr

Ort: A6 zwischen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau Fahrtrichtung Heilbronn, Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg

 

(jb) Ein schwerer Unfall am Stauende hat am Samstagabend auf der Autobahn 6 für ein Trümmerfeld und einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Um 20.15 Uhr kam es in Fahrtrichtung Heilbronn, zwischen den Anschlussstellen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau, zu einer Karambolage mit vier beteiligten Fahrzeugen.

Am Ende eines Staus, der sich wegen eines vorausgegangenen Unfalls gebildet hatte, krachten ein Dodge SUV, ein Audi, ein Mercedes und ein VW Transporter ineinander. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei übersah der Fahrer des VW Transporters offenbar das Stauende und krachte einem stehenden Wagen ins Heck. Zwei weitere Autofahrer erkannten die Situation laut Polizei zu spät und stießen mit den beiden Fahrzeugen zusammen.

Die Wucht des Aufpralls war enorm: Der Dodge wurde im Heck- und Beifahrerbereich stark deformiert, der Audi sowie der Mercedes am Heck getroffen. Den VW Transporter traf es im Frontbereich am heftigsten. Der Motorraum des Transporters wurde bis zur A-Säule in den Innenraum hineingedrückt. Bei dem Kleinbus handelte es sich um das Fahrzeug einer Jugendgruppe, das mit insgesamt neun Personen besetzt war - darunter acht Kinder im Alter von etwa zwölf Jahren.

Insgesamt 13 Fahrzeuginsassen wurden bei dem Unfall verletzt, wie die Polizei und der leitende Notarzt Dr. Oliver Gutzeit vor Ort mitteilten. Elf Personen mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser und Spezialkliniken eingeliefert werden. Unter ihnen befinden sich alle acht Kinder der Jugendgruppe sowie drei Erwachsene. Zwei weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen. Lebensgefahr besteht laut Angaben einer Polizeisprecherin glücklicherweise bei keinem der Verletzten.

Aufgrund der zu Beginn chaotischen Lage forderten die Helfer ein Großaufgebot an Rettungsmitteln an. Der Alarm „MANV 10“ (Massenanfall von Verletzten) wurde ausgelöst. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK Sinsheim sowie zahlreiche Rettungswagen aus den Landkreisen Rhein-Neckar und Heilbronn eilten im Minutentakt auf die Autobahn. Zudem landeten zwei Rettungshubschrauber - Christoph 51 aus Ludwigsburg und Christoph 41 aus Leonberg - direkt auf der Fahrbahn, um Schwerverletzte abzutransportieren.

Laut Michael Hess von der Feuerwehr Sinsheim war glücklicherweise niemand in den Wracks eingeklemmt oder eingeschlossen. Die Feuerwehrkräfte, darunter auch ausgebildete Rettungssanitäter, unterstützten den Rettungsdienst bei der medizinischen Erstversorgung der vielen verletzten Kinder und Erwachsenen. Bei der Beifahrerin des Dodge mussten die Retter aufgrund des Verdachts auf eine Wirbelsäulenverletzung besonders behutsam vorgehen und eine schonende Rettung durchführen. Die Feuerwehren aus Sinsheim und Reihen waren mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Die A6 blieb in Fahrtrichtung Heilbronn wegen der aufwendigen Rettungs- und Bergungsarbeiten fast fünf Stunden lang voll gesperrt. Autofahrer, die direkt in der Vollsperrung standen, mussten bis tief in die Nacht im Stau ausharren. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer wurden an der Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt abgeleitet.

 


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