Unangenehmer Braunalgen-Teppich vor Norderney
Braune aufgeschäumte und übel riechende Algen säumen die Küste der Urlauberinsel
Algen sind unbedenklich, aber Hautkontakt sollte vermieden werden - Schaum kann Ewigkeitschemikalien (PFAS) enthalten
Datum: Mittwoch, 27. Mai 2026, 21:00 Uhr
Ort: Nordseeinsel Norderney, Niedersachsen
(et) Ein dichter, bräunlicher Schlierenteppich hat nach der diesjährigen Frühjahrsblüte von Braunalgen die Strände der Nordseeinsel Norderney sowie der Nachbarinsel Baltrum erreicht. Ein unästhetischer Anblick und ein intensiver, fauliger Geruch steigt den Gästen der Urlauberinsel in die Nase. Eine akute Gefahr besteht jedoch nicht. Experten betonen, dass es sich um ein wiederkehrendes, natürliches Phänomen im marinen Ökosystem handelt. Bei der Masse handelt es sich um die abgestorbenen, eiweiß- und kohlenhydrathaltigen Hüllen sogenannter Schaumalgen (Phaeocystis globosa), wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mitteilt. Durch den auflandigen Wind und die Brandung werden diese natürlichen Zellinhaltsstoffe wie Seife aufgeschäumt. Der schwefelartige Geruch entsteht durch den völlig normalen, bakteriellen Zersetzungsprozess der Algen.
Obwohl die Algen selbst ungiftig sind, raten die Behörden vom direkten Hautkontakt mit dem Schaum ab. Der klebrige Algenschaum besitzt die Eigenschaft, Schadstoffe aus der Umwelt, darunter sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS) sowie Mikroplastik, wie ein Schwamm aufzusaugen. Um Hautirritationen zu vermeiden, sollten Strandgänger, Kinder und Hunde vorerst von den betroffenen Schaumflächen ferngehalten werden.
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