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Samstag, 16. Mai 2026, 10:00 Uhr
Stuhr-Brinkum, Landkreis Diepholz, Niedersachsen
News-Nr.: 48923

Streik-Welle vor IKEA-Einrichtungshäuser:
Gewerkschaft ver.di ruft Belegschaft zu ganztägigen Warnstreiks auf – Sechs Standorte in Niedersachsen und Bremen betroffen – Angestellte fordern 7 Prozent mehr Lohn – Viele Mitarbeiter bereits auf Zweitjobs angewiesen

Belegschaft zeigt sich nach einem enttäuschenden ersten Arbeitgeberangebot entschlossen für den weiteren Arbeitskampf

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Datum: Samstag, 16. Mai 2026, 10:00 Uhr

Ort: Stuhr-Brinkum, Landkreis Diepholz, Niedersachsen

 

(jb) Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten von IKEA in Niedersachsen und Bremen für Samstag zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen im Einzel- und Großhandel mit dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen. Von dem Streik betroffen sind insgesamt sechs Einrichtungshäuser in Brinkum, Bremerhaven, Oldenburg, Großburgwedel, Hannover und Osnabrück. Vor den jeweiligen Gebäuden wurden Streikversammlungen abgehalten. ver.di begründet den Arbeitskampf mit der anhaltenden Belastung der Beschäftigten durch gestiegene Lebenshaltungskosten. Als konkrete Beispiele nennt die Gewerkschaft eine Inflationsrate von 3 Prozent im April 2026 sowie eine Verteuerung von Energie um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da über 60 Prozent der Angestellten in Teilzeit arbeiteten, treffe die finanzielle Belastung viele Beschäftigte existentiell. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens jedoch um 225 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem wird ein rentenfester Mindeststundenlohn von 14,90 Euro sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro gefordert. Vor Ort in Brinkum untermauerten die Streikenden ihre Forderungen mit Transparenten, Warnwesten und Sprechchören. Angestellte wie Oleg Kücker (IKEA Brinkum) und Daniel Rostalski (IKEA Küchenabteilung) machten bei der Kundgebung deutlich, dass die stetig steigenden Kosten für Lebensmittel, Energie und Sprit die Einkommen aufzehren und viele Beschäftigte bereits auf Zweitjobs angewiesen seien. Die Gewerkschafterin Tanja Gottschalk kritisierte das erste Angebot der Arbeitgeberseite als enttäuschend. Die Belegschaft sei entschlossen für den weiteren Arbeitskampf.

 


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