Nach gescheitertem Millionenprojekt am Kalkberg nun neues Zuhause für Kölner Luftretter:
Neue Luftrettungsstation für „Christoph Rheinland“ und „Christoph 3“ am Flughafen Köln/Bonn vorgestellt - Moderne Containerwache mit Hangar, Ruheräumen und Materiallager
Luftrettungsbasis ersetzt marode Unterkunft mit Nagerbefall - Millionenprojekt auf Giftmüllhalte konnte nie fertiggestellt werden da der Untergrund absackte
Datum: Freitag, 15. Mai 2026, 14:00 Uhr
Ort: Flughafen Köln/Bonn, Köln, Nordrhein-Westfalen
(jk) Am Flughafen Köln/Bonn ist am Freitag die neue Luftrettungsstation für die Hubschrauber „Christoph Rheinland“ und „Christoph 3“ offiziell vorgestellt worden. Die moderne Containerwache ersetzt die bisherigen, teils stark kritisierten Unterkünfte der Besatzungen. Zuvor waren die Crews nach eigenen Angaben unter schwierigen Bedingungen untergebracht. Unter anderem soll es Probleme mit Nagerbefall gegeben haben.
In der neuen Station sind nun beide Rettungshubschrauber an einem gemeinsamen Standort untergebracht. Direkt neben dem Hangar befinden sich Aufenthalts- und Ruheräume, Büros, Duschen sowie ein Lager für medizinisches Material. Dadurch entfallen zusätzliche Flüge zum Tanken oder zum nächtlichen Unterstellen der Maschinen an anderen Standorten. Diese kurzen Verlegungsflüge galten bislang auch als Belastung für die Turbinen der Hubschrauber.
Stationiert sind dort der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Rheinland“ vom ADAC sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 3“, der vom NRW-Innenministerium gestellt wurde. Während des Pressetermins kam es bereits zu Einsätzen: Hubschrauber landeten, wurden vorbereitet und starteten direkt weiter zum nächsten Notfall. Notwendig wurde der Neubau auch wegen des gescheiterten Projekts auf dem Kalkberg in Köln-Kalk. Dort sollte ursprünglich eine neue Luftrettungsstation entstehen. Das millionenschwere Vorhaben auf einer ehemaligen Giftmülldeponie wurde jedoch zum Problem: Der Untergrund sackte ab, das Gebäude konnte nie fertiggestellt werden. Nun hat die Luftrettung dauerhaft am Flughafen Köln/Bonn eine neue Heimat mit angeschlossenem Hangar erhalten.
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