Gedenken an Lorenz A. – Jahrestag der tödlichen Schüsse durch Polizisten – Große Demonstration in Oldenburg
Ein Jahr nach Tod durch Polizeikugel: 1.500 Menschen demonstrieren bei Regen in Oldenburg für Lorenz A. und gegen Polizeigewalt, Rassismus, Racial Profiling und Vertuschung
Trauer, Wut und die Forderung nach Gerechtigkeit
Datum: Sonntag, 19. April 2026, 15:00 Uhr
Ort: Oldenburg, Niedersachsen
(ah/th) Rund 1.500 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Oldenburg demonstriert. Sie gedachten des vor einem Jahr bei einem Polizeieinsatz getöteten Lorenz A. Die Teilnehmer forderten lückenlose Aufklärung und Gerechtigkeit. Zur Kundgebung auf dem Pferdemarkt hatte die "Initiative in Gedenken an Lorenz A." aufgerufen. Anschließend zog ein langer Demonstrationszug durch die Innenstadt.
Trotz des zeitweisem Regens war der Pferdemarkt gut gefüllt. Auf einer Bühne erinnerten Freunde an den Verstorbenen. Sie legten eine Schweigeminute für Lorenz ein. Zahlreiche Plakate mit Botschaften wie "Gerechtigkeit für Lorenz" umrahmten die Szenerie. Die Stimmung war emotional und kämpferisch. Viele Teilnehmer zeigten sich tief bewegt.
Redner kritisierten den Polizeieinsatz als unverhältnismäßig. Sie sprachen von institutionellem Rassismus und Racial Profiling. Es wurde an ähnliche Fälle von Polizeigewalt im Bundesgebiet erinnert. Die Redner forderten Konsequenzen für die verantwortlichen Beamten. Der Tod von Lorenz A. dürfe nicht folgenlos bleiben.
Nach der zentralen Kundgebung setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Er führte vom Pferdemarkt durch die Oldenburger Fußgängerzone. Die Teilnehmer skandierten lautstark ihre Forderungen. Die Polizei begleitete den friedlichen Protest mit einem größeren Aufgebot. Es kam zu keinen Zwischenfällen.
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