niedersachsen
Mittwoch, 08. April 2026, 22:30 Uhr
Lilienthal, Landkreis Osterholz, Niedersachsen
News-Nr.: 48684

Heftiger Unfall im Tempo 30er-Bereich:
Auto kracht mit hohem Geschwindigkeit gegen massiven Straßenbaum - Wagen wird weggeschleudert und bleibt auf der Seite liegen - Schwerstverletzter Fahrer muss aus dem Wrack geschnitten werden und kommt per Hubschrauber in der Nacht noch in Spezielklinik

Fahrzeug war augenscheinlich ein Vielfaches schneller unterwegs als an Unfallstelle aufgrund von schlechter Fahrbahnverhältnisse eigentlich erlaubt - Rettung gestaltet sich für Feuerwehr schwierig

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Datum: Mittwoch, 08. April 2026, 22:30 Uhr

Ort: Lilienthal, Landkreis Osterholz, Niedersachsen

 

(ch) Auf der Kreisstraße 8 ist es am Abend zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Rettungsdienst und Feuerwehr wurden zunächst zu einem normalen Verkehrsunfall alarmiert. Noch während der Anfahrt stellte sich nach Rückmeldung des zuerst eingetroffenen Notarztes heraus, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war und der Pkw auf dem Dach lag. Daraufhin wurde umgehend die Ortsfeuerwehr Lilienthal-Falkenberg nachalarmiert, die über hydraulisches Rettungsgerät verfügt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Rettungsdienst bereits bei der Versorgung der verletzten Person. Zunächst war vorgesehen, die Rettung über den Kofferraum und die Rückbank vorzunehmen. Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch, dass eine seitliche Rettung der bessere Weg war. Dafür wurde schließlich das Dach des Pkw mit Schere und Spreizer abgetrennt, um die Person schonend aus dem Fahrzeug zu befreien.

Eine besondere Schwierigkeit war die instabile Lage des Wagens. Bevor überhaupt mit der technischen Rettung begonnen werden konnte, musste das Fahrzeug zunächst mit Steckleitern gegen Verrutschen gesichert werden. Erst danach konnten die Einsatzkräfte mit dem eigentlichen Zugang zum Patienten beginnen.

Nach Angaben des Einsatzleiters ist die Kreisstraße in diesem Abschnitt wegen des Mooruntergrundes immer wieder problematisch. Durch Absackungen entstehen dort regelmäßig Schlaglöcher, obwohl der Bereich erst vor nicht allzu langer Zeit repariert worden war. In dem Abschnitt gilt deshalb bereits Tempo 30 - eine Vorgabe, an der sich der Fahrer augenscheinlich nicht hielt. Angesichts des Ausmaßes an Zerstörung ist davon auszugehen, dass der Wagen ein Vielfaches der erlaubten Geschwindigkeit auf dem Tacho hatte.

Das Unfallbild war nach Einschätzung der Feuerwehr erheblich: Trümmerteile und Scherben lagen in weitem Umkreis verstreut, der Pkw war stark deformiert. Auch ein Baum im Nahbereich wurde offenbar in Mitleidenschaft gezogen. Zur Unfallursache machte die Feuerwehr keine Angaben – dazu ermittelt die Polizei.


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