Stahlkugel zertrümmert altes Kernkraftwerk:
Rückbau-Phase am Atomreaktor Stade gestartet – Tonnenschwere Abrissbirne zertrümmert massive Betonhülle – 35.000 Tonnen Schutt fallen bei Reaktor-Abriss an – Beachtlicher Meilenstein beim Rückbau von Druckwasserreaktoren – Gebäude nach jahrelanger Entkernung vollständig freigemessen
Ziel: Komplettes Abtragen bis Ende 2026
Datum: Mittwoch, 01. April 2026
Ort: Stade, Landkreis Stade, Niedersachsen
(jb) Beim Rückbau des ehemaligen Kernkraftwerks in Stade-Bassenfleth hat eine neue Phase begonnen. Seit gestern wird die massive Betonhülle des Reaktorgebäudes mit einer Abrisstechnik zerlegt. Ein Seilbagger lässt dabei eine schwere Stahlkugel gegen die Außenwand prallen. Dieser Prozess markiert einen beachtlichen Meilenstein. Stade gilt als erster Druckwasserreaktor, der auf diese Weise vollständig zurückgebaut wird. Das Gebäude wurde zuvor über Jahre hinweg entkernt und in aufwendigen Verfahren von Radioaktivität freigemessen. Sobald die äußere Hülle abgetragen ist, wird der darunterliegende Sicherheitsbehälter aus Stahl mit schweren Hydraulikscheren und Spezialbaggern zerlegt. Ziel ist es, das Reaktorgebäude bis Ende 2026 vollständig abzutragen. Der Rückbau der Anlage an der Elbe läuft bereits seit 2005. Der Reaktor war im Jahr 2003 endgültig vom Netz gegangen. Zahlreiche Nebengebäude wie das Maschinenhaus und die Werkstätten wurden bereits in den vergangenen Jahren abgerissen. Die vollständige Entlassung des Standorts aus der atomrechtlichen Aufsicht ist für den Herbst 2027 geplant. Zur künftigen Nutzung des Geländes gibt es noch keine konkreten Pläne.
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