brandenburg
Datum:  Sonntag, 22. Februar 2026
Ort:   Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg
News-Nr.: 48374

Spurwechsel mit dramatischen Folgen:
Tödlicher Horror-Crash auf A24 – 52-jähriger Autofahrer stirbt trotz aller Rettungsversuche – Einsatzkräfte reanimieren Unfallopfer noch minutenlang auf Autobahn

zwei weitere Unfallbeteiligte werden ebenfalls schwerverletzt - belastender Einsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei: „Ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang bedeutet für alle eine psychische Herausforderung. Wir sind Profis – aber wir sind auch Menschen.“

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Datum:  Sonntag, 22. Februar 2026

Ort:   Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg

 

(sg) Es sind Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden: Auf der A24 in Richtung Berlin wurde aus starkem Regen und einem folgenschweren Spurwechsel eine Tragödie. Bei einem schweren Verkehrsunfall Höhe Fehrbellin mit drei beteiligten Fahrzeugen kam ein 52-jähriger Mann ums Leben. Zwei weitere Menschen – 20 und 83 Jahre alt – wurden verletzt und medizinisch versorgt.
Nach Angaben von Nadine Rübbelke, Dienstgruppenleiterin der Autobahnpolizei, herrschten zum Unfallzeitpunkt schwierige Bedingungen: kräftiger Regen, nasse Fahrbahn, reduzierte Sicht. Ein Pkw fuhr zunächst auf der rechten Spur und setzte zum Wechsel nach links an. Dabei sei der von hinten herannahende Mercedes offenbar nicht beachtet oder dessen Geschwindigkeit falsch eingeschätzt worden. Im letzten Moment lenkte der Pkw wieder nach rechts – und genau dieses Zurückziehen wurde zur fatalen Kettenreaktion: Es kam zum Zusammenstoß mit einem Kleintransporter auf dem rechten Fahrstreifen. Der Transporter geriet ins Schleudern, kippte nach links auf die Fahrbahn und blieb auf der Seite liegen. Der Mercedes hatte keine Chance mehr, rechtzeitig auszuweichen, und krachte in die Ladefläche des bereits umgestürzten Fahrzeugs.
Die Wucht des Aufpralls verwandelte die Autobahn in ein Trümmerfeld. Zerborstene Teile lagen über mehrere Meter verteilt, Fahrzeuge waren massiv deformiert. Als Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen, bot sich nach Worten der Einsatzkräfte ein erschütterndes Bild. Im Mittelpunkt stand der Kampf um das Leben des 52-Jährigen: Rettungskräfte begannen sofort mit der Reanimation und arbeiteten über mehrere Minuten unter Hochdruck. Doch trotz aller Bemühungen musste der Notarzt schließlich den Tod des Mannes feststellen.
Für die Freiwillige Feuerwehr Fehrbellin wurde es ein besonders fordernder Einsatz. Unter Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Imre Scheuringer wurden die Arbeiten an der Unfallstelle koordiniert: Absichern der Fahrbahn, Betreuung der Verletzten, Unterstützung der medizinischen Maßnahmen und Vorbereitung der Bergung – alles unter Regen, auf rutschigem Untergrund und in einer Lage, die höchste Konzentration verlangte.
Ob die Witterung und die nasse Fahrbahn unfallursächlich waren oder den Ablauf entscheidend beeinflusst haben, soll nun ein DEKRA-Gutachter prüfen. Die Unfallstelle wurde fotografisch dokumentiert, Spuren vermessen und die Positionen der Fahrzeuge exakt aufgenommen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A24 Richtung Berlin vollständig gesperrt werden – über drei Stunden lang. Der Verkehr staute sich über mehrere Kilometer. Gleichzeitig betonten die Einsatzkräfte, dass eine Vollsperrung in solchen Situationen unverzichtbar sei: Nur so könne sicher gearbeitet und die Unfallaufnahme sauber durchgeführt werden. Auch die psychische Belastung für alle Beteiligten ist enorm – gerade bei einem Einsatz mit tödlichem Ausgang, der selbst erfahrene Kräfte nicht kalt lässt.


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