,,Es ist das pure Chaos, das habe ich noch nie erlebt" - Gefangen auf der zugeschneiten Autobahn:
Massive Schneefälle sorgen für dicke Schneedecke auf den Autobahnen in Hessen - Lastwagen und Autos fahren sich im dichten Schnee fest und blockieren stundenlang die A49 und A5 - selbst der Schneepflug bleibt stecken und kommt nicht weiter - Autofahrer stecken die ganze Nacht auf der Autobahn im Schnee fest - stundenlange Vollsperrung auf über 25 Kilometern Länge
Schneepflug steckt ebenfalls fest - Autofahrer und Lasterfahrer in O-Tönen: ,,Habe Hunger.. kaum mehr Akku.. man bekommt keine Informationen.. das ist totales Chaos.. sowas habe ich noch nie erlebt... - Entspannung erst am Mittwochmorgen erwartet
Datum: Dienstag, 03. Februar 2026, 21:00 Uhr
Ort: A49 und A5 Autobahnkreuz Homberg (Ohm), Hessen
(ch) Gefangen auf der Autobahn, mitten im dichten Schneetreiben: In Hessen wurde das für tausende Auto- und Lastwagenfahrer zur eiskalten Realität.
Am Autobahnkreuz Homberg (Ohm) in Hessen herrscht seit den Nachmittagsstunden des Dienstags völliger Stillstand. Betroffen sind sowohl die A49 als auch die A5. Auch in der Nacht zu Mittwoch ist an ein Weiterkommen nicht zu denken. Kilometerlange Staus haben sich in beide Richtungen gebildet, zahlreiche Fahrzeuge stehen weiterhin fest.
Auslöser ist eine massive Schneefront, die am Dienstag aus Südwesten kommend Hessen erreicht hat. Innerhalb weniger Stunden fielen teils bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Die Fahrbahnen waren schnell vollständig schneebedeckt, Lastwagen kamen an Steigungen nicht mehr voran und standen teils quer auf der Autobahn. In der Folge musste das Autobahnkreuz Homberg (Ohm) komplett gesperrt werden.
Seit etwa 16 Uhr geht auf den betroffenen Abschnitten nichts mehr. Selbst Räumfahrzeuge steckten im Stau fest, sodass der Winterdienst kaum noch eingreifen konnte. Die Schneefälle hielten rund sechs Stunden ununterbrochen an und überforderten die Räum- und Streudienste.
Hessenweit kam es nach Angaben der Polizei zu hunderten Verkehrsunfällen. Besonders dramatisch ist die Lage für die Autofahrerinnen und Autofahrer, die die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen müssen. Auch zahlreiche Lastwagenfahrer sitzen seit Stunden in ihren Führerhäusern fest. Rettungskräfte hatten große Schwierigkeiten, zu Unfallstellen vorzudringen, da die Fahrbahnen blockiert sind.
Viele Betroffene sprechen von einer Situation, wie sie sie noch nie erlebt haben: völliger Stillstand, kein Durchkommen, gefangen im Schnee auf der Autobahn. Die Behörden bitten dringend darum, die betroffenen Strecken zu meiden.
Eine Entspannung der Lage wird frühestens ab Mittwochmorgen erwartet. Dann sollen die Temperaturen ansteigen und der Schnee allmählich in Regen übergehen. Ob sich der Verkehr dadurch zügig normalisieren kann, ist jedoch noch unklar. Für viele Reisende endet die Nacht voraussichtlich weiterhin in ihren Autos.
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