Familie entkommt knapp den Flammen:
Haus brennt nachts bis auf Grundmauern nieder – Eltern und zwei Kinder mit Rauchvergiftung in Klinik – Klirrend-kalte -5 Grad verwandeln Brandort in Eisbahn – Retter müssen festgefrorene Hydranten aus Schnee graben – 100 Einsatzkräfte kämpfen gegen tückische Glätte – Gebäude nicht mehr bewohnbar - Reitverein startet Spendenaktion für die Familie
Brandursache nach dem nächtlichen Feuer noch völlig unklar - Emotionaler Spendenaufruf: "Ganz furchtbare Sache"
Datum: Montag, 02. Februar 2026, 01:30 Uhr
Ort: Großheide-Westerende, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(jb) Während Westerende schlief, brach in der Nacht zu Montag ein Feuer aus: Was gegen 1:30 Uhr als vermeintlicher Küchenbrand gemeldet wurde, entpuppte sich für die Freiwillige Feuerwehr Großheide binnen Minuten als Kampf gegen die Flammen bei eisiger Kälte. Ein altes Einfamilienhaus stand beim Eintreffen der ersten Retter bereits vollständig in Brand. Die dramatischste Nachricht: Eine vierköpfige Familie – zwei Erwachsene und zwei Kinder – konnte sich im letzten Moment aus dem brennenden Gebäude retten. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert. Das Haus selbst war nicht mehr zu retten und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Zusätzlich zum Feuer entwickelte sich die Witterung zum gefährlichsten Gegner: Bei klirrenden -5 Grad verwandelte sich die Einsatzstelle in eine stellenweise tückische Rutschbahn. Die Kameraden mussten zunächst unter dem Schnee begrabene und festgefrorene Hydranten freilegen, bevor überhaupt Wasser fließen konnte. Das austretende Löschwasser gefror auf dem Asphalt sofort zu spiegelglatten Flächen, auf denen die Einsatzkräfte mehrfach den Halt verloren. Die über 100 Helfer wurden fortlaufend mit heißem Kaffee versorgt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aufgrund der massiven Glutnester bis in den Morgen. Die Brandursache ist noch unklar.
Das Schicksal der Familie bewegt viele Menschen im Ort. Man versucht zu helfen, wo es geht. So startete der örtliche Reitverein noch am Montag eine Spendenaktion, die auch über Soziale Medien möglichst viele potentielle Spender erreichen soll. Es geht hierbei nicht nur um Geld, sondern auch um Dinge des täglichen Lebens - unter anderem auch Spielzeug für die Kinder. Hier haben Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft bereits einige liebgewonnene Gegenstände, wie etwa eine Carrera-Bahn, zur Verfügung gestellt, damit die betroffenen Kinder zumindest etwas Ablenkung finden können.
Wichtiger Hinweis: Die Anforderung von Video- und Bildmaterial ist Redaktionen von Fernsehanstalten und Printmedien vorbehalten. Auf Anfrage können am jeweiligen Geschehen beteiligte Einsatzkräfte, die bei uns registriert sind, TV-Material zu internen, nichtöffentlichen Zwecken anfordern. Die Entscheidung über diese außerredaktionelle Bereitstellung obliegt der Berücksichtigung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten der Betroffenen im jeweiligen Fall. Wir bitten um Verständnis.
