Warnstreik im Saarland bereits gestartet – Verdi legt ÖPNV flächendeckend lahm – Auswirkungen bis Rheinland-Pfalz
Sonntagabend Streikbeginn – Busse rücken ein – Haltestellen werden nicht mehr angefahren – Demo am Montag geplant
Das große Chaos im Berufs- und Schülerverkehr droht am Montagmorgen
Datum: Sonntag, 01. Februar 2026, 22:00 Uhr
Ort: Ssarbrücken, Saarland
(th) Stillstand im Saarland. Seit Sonntagabend, 22 Uhr, rollt im öffentlichen Nahverkehr fast nichts mehr. Die Gewerkschaft ver.di hat zum großen Warnstreik aufgerufen. Busse und Bahnen kehrten gegen 22 Uhr in die Depots zurück. Besonders betroffen sein wird der Berufs- und Schülerverkehr am Montag. Pendler und Eltern müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Auch der bundesländerübergreifende Verkehr zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz wird betroffen sein.
Am Sonntagabend herrschte gespenstische Leere an den Saarbrücker Haltestellen. Die letzten Busse fuhren ohne Linienbezeichnung zurück in die Depots. An den Haltestellen informierten Tafeln über den Streik. Auch die Gleise der Saarbahn am Hauptbahnhof waren leer.
Verdi fordert 10,6 Prozent mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeitgeberseite hat bisher kein Angebot vorgelegt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Saar kritisiert den Streik als „völlig unverständlich“. Die Forderungen seien „weder finanzierbar noch realistisch“.
Vom Streik betroffen sind sieben Verkehrsbetriebe, darunter die Saarbahn und die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis. Nicht betroffen ist das private Unternehmen Saar-Mobil. Am Montag ist eine große Kundgebung in Saarbrücken geplant. Verdi rechnet mit rund 600 Teilnehmern aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz.
Neben der Landeshauptstadt Saarbrücken sind die Warnstreiks auch in Neunkirchen als zweitgrößte Stadt und Saarlouis als drittgrößte Stadt genauso spürbar wie auf zahlreichen regionalen Buslinien, die bis nach Rheinland-Pfalz verkehren.
Wichtiger Hinweis: Die Anforderung von Video- und Bildmaterial ist Redaktionen von Fernsehanstalten und Printmedien vorbehalten. Auf Anfrage können am jeweiligen Geschehen beteiligte Einsatzkräfte, die bei uns registriert sind, TV-Material zu internen, nichtöffentlichen Zwecken anfordern. Die Entscheidung über diese außerredaktionelle Bereitstellung obliegt der Berücksichtigung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten der Betroffenen im jeweiligen Fall. Wir bitten um Verständnis.
