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Montag, 02. Februar 2026, 03:00 Uhr
Berlin
News-Nr.: 48233

Streik-Chaos legt Berlin lahm:
BVG-Stillstand seit 3:00 Uhr morgens – Kampf um 35-Stunden-Woche lässt U-Bahnen und Busse in Depots – Passagiere stehen vor verschlossenen Gittern – Leere „Geisterbahnen“ fahren gegen eingefrorene Oberleitungen – Gewaltiger Druck auf S-Bahn-Netz und Straßen

Arbeitskampf soll planmäßig erst am Dienstagmorgen enden

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Datum: Montag, 02. Februar 2026, 03:00 Uhr

Ort: Berlin

 

(th/jb) Wer am Montagmorgen in Berlin wie gewohnt zur U-Bahn oder zum Bus wollte, stand vor verschlossenen Gittern und verwaisten Haltestellen. Seit 3:00 Uhr morgens läuft der angekündigte Warnstreik der Gewerkschaft Verdi bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) auf Hochtouren. Bis Dienstagmorgen geht im kommunalen Nahverkehr der Hauptstadt so gut wie nichts mehr. Der Grund für den Stillstand ist dieses Mal keine Gehaltsforderung, sondern der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Während Verdi auf die 35-Stunden-Woche und längere Ruhezeiten pocht, schüttelt die BVG-Chefetage angesichts der Finanzierung den Kopf. Die Fronten sind so verhärtet, dass nun die Fahrgäste die Zeche zahlen müssen. Ein ganz anderes Bild zeigt sich derweil auf den Schienen: Trotz Streik rollen Straßenbahnen durch die Stadt – allerdings als reine „Geisterzüge“. In einem ungewöhnlichen Kompromiss zwischen Gewerkschaft und BVG wurde vereinbart, dass leere Bahnen ohne Passagiere fahren, um bei der aktuellen Kälte ein Einfrieren der Oberleitungen zu verhindern. Nach dem Oberleitungs-Chaos der Vorwoche will man hier offenbar kein Risiko eingehen, auch wenn die Türen für die frierenden Berliner zu bleiben. Wer am Montag trotzdem von A nach B kommen muss, ist auf die S-Bahn, den Regionalverkehr oder das eigene Auto angewiesen. Da auch in Brandenburg im Nahverkehr gestreikt wird, ist der Druck auf das S-Bahn-Netz entsprechend gewaltig. Eine Entspannung ist erst für Dienstagfrüh in Sicht, wenn der Betrieb nach 24 Stunden Arbeitskampf wieder anrollen soll.

 


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