Neues zu Anschlag auf Autobahn in Bremen:
Unbekannte stellen in Tötungsabsicht geklauten Sattelauflieger quer auf Autobahn 281 – Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags
Aufmerksamer Lkw-Fahrer erkennt das unerwartete Hindernis und warnt andere Verkehrsteilnehmer gerade noch rechtzeitig – A281 ist in der Nacht und an Wochenenden auf dem Abschnitt wenig befahren, weshalb wohl niemand die Tat beobachtete – Polizei sucht dringend Zeugen - Ermittlungsgruppe soll nun Zusammenhang zu weiteren ähnlichen Fällen prüfen
Datum: Sonntag, 25. Januar 2025 (Tatdatum 24. Januar)
Ort: A281 bei Bremen
(sg) In der Nacht zu Samstag ist es auf der Bundesautobahn 281 im Bremer Süden zu einem extrem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Unbekannte stellten gegen 2.10 Uhr einen schwarzen, unbeladenen Sattelauflieger so auf der Fahrbahn ab, dass sämtliche Fahrstreifen vollständig blockiert wurden. Staatsanwaltschaft und Polizei Bremen ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts und suchen dringend Zeugen.
Der Vorfall ereignete sich in Fahrtrichtung A 27 zwischen den Anschlussstellen Bremen-Strom und Bremen-Seehausen. Einsatzkräfte stellten dort einen quer über beide Fahrstreifen sowie den Seitenstreifen abgestellten Sattelauflieger fest. Da sich keine Ladung auf dem Auflieger befand, war das massive Hindernis insbesondere bei Dunkelheit nur schwer zu erkennen. Der Auflieger, der offenbar zuvor gestohlen wurde, dient normalerweise zum Transport von Containern.
Hinter dem quer auf der Fahrbahn stehenden Auflieger mussten bereits mehrere Fahrzeuge abrupt anhalten. Ein 64 Jahre alter Lkw-Fahrer berichtete, er habe den Sattelauflieger erst im letzten Moment wahrgenommen und nur durch eine sofortige Gefahrenbremsung einen Zusammenstoß verhindern können. Anschließend setzte er sein Fahrzeug einige Meter zurück, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu warnen.
Die Polizei stuft den Vorfall als äußerst gefährlich ein. Nach ersten Erkenntnissen bestand für unbeteiligte Verkehrsteilnehmende akute Lebensgefahr. Die Ermittlungen zur Herkunft des Sattelaufliegers sowie zu den Verantwortlichen dauern an.
Zeugen, die in der Nacht zu Samstag im Bereich der A 281 zwischen Strom und Seehausen verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zur Herkunft des Sattelaufliegers geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter der Telefonnummer 0421 / 362-3888 zu melden.
UPDATE: Am Montag teilte die Polizei nun mit die Ermittlungen einer neu eingerichteten Ermittlungsgruppe "EG Strom" verstärkt werden.
Insgesamt prüft die Kriminalpolizei in diesem Zusammenhang zwei weitere Vorfälle. Der Polizei wurde am Sonntag ein weiterer Sattelauflieger gemeldet, der auf einem mit Baken gesperrten Fahrstreifen der A 281, vermutlich ebenfalls in der Nacht zu Samstag, abgestellt wurde (on tape!). Die Polizei untersucht außerdem einen Fall, der sich bereits am 21. Dezember ereignete. Hier stand nachts ein gestohlener 12-Tonner auf der A281 quer auf der Fahrbahn, hier im Bereich der Auffahrt Strom. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Aufgrund der gefährlichen Tatbegehung hat die Polizei jetzt eine Ermittlungsgruppe gebildet, in der die Ermittlungen verstärkt und polizeilichen Maßnahmen koordiniert und erhöht werden.
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