Damit Obdachlose nicht erfrieren:
Extreme Frostwelle rollt nach Sturm „Elli“ heran – DRK-Kältebus im Einsatz gegen den Erfrierungstod – Schlafsäcke und heiße Suppe für Obdachlose – Akuter Mangel an warmer Kleidung und Socken – Helfer appellieren an Wachsamkeit der Bürger (im O-Ton)
Bei lebensbedrohlichen Anzeichen sofort den Notruf 112 wählen - Kälte-Drama: Bis zu Minus 20 Grad drohen
Datum: Samstag, 10. Januar 2026, 22:00 Uhr
Ort: Bradenburg an der Havel, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
(jb) Nach dem Abzug von Sturm „Elli“ droht weiten Teilen Deutschlands eine extreme Kältewelle mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. In Brandenburg an der Havel bereiten sich Hilfsorganisationen auf eine harte Nacht vor, in der die Werte auf bis zu minus 15 Grad sinken sollen. Um die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft vor dem Erfrieren zu schützen, sind Teams des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Kältebus im Stadtgebiet unterwegs. Die ehrenamtlichen Helfer der DRK-Bereitschaft versorgen Obdachlose mit heißen Getränken, Suppen sowie gespendeter Kleidung und Schlafsäcken. Patrick Maier Seiffert vom DRK Brandenburg erklärte, dass vor allem Socken und warme Unterwäsche derzeit Mangelware seien. Der Kältebus fährt feste Punkte ab, reagiert aber auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, die per E-Mail oder Telefon eingehen. Neben der materiellen Hilfe bieten die Helfer oft auch ein offenes Ohr für die Schicksale der Betroffenen an. Die ehrenamtlichen Kräfte mahnen Bürger zur Wachsamkeit: Wer Menschen mit Anzeichen von Erfrierungen oder unzureichender Kleidung im Freien sieht, sollte nicht zögern, Hilfe anzubieten oder im Notfall direkt den Rettungsdienst unter 112 zu alarmieren. Planmäßig ist der Kältebus in Brandenburg jeden Mittwoch und Samstag ab 18 Uhr im Einsatz, bei extremer Wetterlage werden jedoch auch Spontaneinsätze ermöglicht.
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