Vollgeschneite Straßen kaum noch zu erkennen:
Radlader und THW-Großeinsatz gegen die Schneemassen – Teils zwei Meter hohe Schneewehen schneiden Orte von Außenwelt ab - THW muss mit schwerem Gerät anrücken und Landstraßen räumen - Winterdienst-Mitarbeiter schuften mit nur drei Stunden Schlaf (im O-Ton) – Räumfahrzeuge bleiben vor laufender Kamera stecken und müssen geborgen werden - Zahlreiche Autos in Gräben festgefahren – Straßen und Radwege unter Schneemassen verschluckt - Anwohner versuchen, Berge an Schnee irgendwo hinzuräumen (on tape) - Firmen-Chef auf dem Weg zur Arbeit in vollgeschneiter Straße eingesackt (im O-Ton) - Zahlreiche Bergeversuche scheitern
Räum- und Bergungsarbeiten dauern am Samstagmorgen unter Hochdruck an
Datum: Samstag, 10. Januar 2026, 07:00 Uhr
Ort: Leezdorf, Großheide und Neßmersiel, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(jb) Starker Schneefall hat am Samstagmorgen in Ostfriesland zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr geführt. Die Straßen mussten möglichst schnell geräumt werden. In mehreren Orten, unter anderem in Leezdorf und Großheide, waren Radlader privater Firmen im Winterdienst im Einsatz, um die wichtigsten Verkehrswege freizubekommen. Viele der eingesetzten Mitarbeiter hatten nur wenige Stunden Schlaf. Nach Angaben aus dem Winterdienst wurden in der Nacht und am frühen Morgen zahlreiche Einsätze gefahren. Fahrzeuge mussten aus Gräben geborgen werden, hinzu kamen starke Schneeverwehungen durch anhaltenden Wind. Die Lage wurde als teils beherrschbar, teils schwierig beschrieben. Insbesondere am Morgen kam es erneut zu Problemen, da viele Autofahrer unterwegs waren und trotz Räumarbeiten im Schnee stecken blieben oder den Einsatzfahrzeugen die Arbeit erschwerten. Sogar das schwere Gerät ist vor dem Wetter nicht gefeit. Während der Dreharbeiten blieb ein Räumfahrzeug im Schnee stecken und musste geborgen werden. Hermann Jibben vom Winterdienst berichtete, dass er in der Nacht nur kurz schlafen konnte, bevor neue Einsätze folgten. Auch der Mitarbeiter Christoph Jibben war nach eigenen Angaben nur etwa drei Stunden im Bett, bevor er wieder ausrückte. Teilweise seien Straßen und sogar Fahrradwege kaum noch zu erkennen gewesen, einzelne Fahrzeuge hätten sich erneut festgefahren. In einem Fall blieb der Chef einer IT-Firma auf dem Weg zur Arbeit mit seinem Auto stecken. Mehrere Versuche, das Fahrzeug freizubekommen, scheiterten zunächst. Kollegen versuchten mit Schaufeln, Matten und Abschleppmaßnahmen zu helfen. Bislang erfolglos. In Neßmersiel musste sogar das THW ausrücken. Eine Landstraße zwischen Norden und Westerholt sorgte für teils zwei Meter hohe Schneewehen. Mehrere Orte waren dort nicht mehr erreichbar. Das Hlfswerk half dem Winterdienst aus um die Straße freizuräumen.
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