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Sonntag, 04. Januar 2026, 15:00 Uhr
Erbach, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
News-Nr.: 47978

Lebensgefahr auf der Eisfläche:
Tückische Eisschicht lockt Spaziergänger auf Baggersee – Retter üben Ernstfall – Natürliche Gewässer unberechenbar durch Strömung und Luftblasen – Einbruch-Gefahr trotz lokaler zehn Zentimeter Eisdicke – Experten raten dringend vom Betreten ab

Retter mahnen: Bei Notfall sofort 112 wählen und niemals selbst aufs Eis gehen

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Datum: Sonntag, 04. Januar 2026, 15:00 Uhr

Ort: Erbach, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg

 

(jb) Wer bei Frost über zugefrorene Seen läuft, riskiert sein Leben. Die DLRG Ortsgruppe Ulm übte am Erbacher Baggersee und warnt eindringlich vor trügerischer Sicherheit. Wie tragfähig ist das Eis? Wer darf es betreten? Und wie hilft man, ohne selbst in Gefahr zu geraten? Der Erbacher Baggersee zeigte an diesem Sonntag typische Merkmale: eine durchgehende Eisschicht, aber lokale Bruchstellen und sichtbare Schwachstellen. Die DLRG misst vor Ort die Eisdicke. Nur an wenigen Stellen lag das Eis bei rund zehn Zentimetern. Solche Werte gelten als Faustregel für einzelne Personen. Doch die Retter betonen: Diese Regel gilt nur auf freigegebenen Flächen. Natürliche Gewässer sind unberechenbar. Quellen, Strömungen und Wasserpflanzen schwächen das Eis lokal stark. „Im Sommer ist hier normalerweise eine Badestelle, die jeder kennt", erklärt Michael Bayer, stellvertretender Einsatzleiter der DLRG Ulm. Im Winter nutzen die Retter den zugefrorenen See für ihre Übungen. An diesem Sonntag maßen sie eine Eisdicke von etwa zehn Zentimetern. Doch selbst das sei kein Grund zur Entwarnung. „Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass man ab zehn Zentimeter als Einzelperson aufs Eis gehen kann", so Bayer.Doch er schränkt sofort ein: „Wir dürfen nur auf das Eis, wenn die Fläche freigegeben ist." Denn von außen sei nicht erkennbar, ob das Eis überall gleichmäßig gefroren ist. Seegras, Algen oder Lufteinschlüsse können die Tragfähigkeit stark beeinträchtigen. Die klare Empfehlung des Experten: „Am besten nicht aufs Eis gehen, weil es immer eine sehr große Gefahr darstellt." Das Eis könne jederzeit einbrechen. Von außen sei nicht zu sehen, wie dick es wirklich ist. Nur freigegebene Flächen sollten betreten werden. Doch was tun, wenn jemand einbricht? „Auf jeden Fall als allererstes Hilfe holen, 112 anrufen", betont Bayer. Dann kämen die Experten so schnell wie möglich. Wer helfen will, sollte den Verunglückten etwas zuwerfen. „Wenn ich eine Leine finde, einen großen Stock, irgendwas, was ich den Leuten reichen kann", erklärt er. Eines sei aber absolut tabu: „Auf keinen Fall selber aufs Eis gehen, weil die Gefahr, dass man selber einbricht, viel größer ist.“ Ehrenamtliche Retter der Ortsgruppe treffen sich bei Alarm an der Wache und rücken mit spezieller Ausrüstung aus. Die Einsätze erfolgen rund um die Uhr. Die Freiwilligen üben regelmäßig, weil reale Einsätze selten sind, die Gefährdung aber hoch bleibt. Bei der Übung demonstrierten sie, wie man eine Person aus dem Wasser zieht, ohne das eigene Leben zu riskieren. Eltern und Hundehalter fordern die Retter besonders auf, Kinder und Tiere fernzuhalten. Auch scheinbar stabile Eisschichten können plötzlich brechen. Die DLRG rät dringend: Nur Eislaufhallen sind wirklich sicher. An natürlichen Gewässern sollten Spaziergänger Abstand halten und Warnhinweise beachten. Die wichtigsten Regeln im Überblick: Eisflächen nur betreten, wenn freigegeben; bei Einbruch sofort 112 wählen; nicht selbst aufs Eis laufen; Hilfe vom Ufer aus leisten. Die Ulmer Retter mahnen eindringlich: Ein paar Meter können über Leben und Tod entscheiden.

 


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