Feuer-Alarm im Express-Zug - Es riecht verbrannt
Mitten im Chaos kommt der Nikolaus - 200 Reisende müssen raus
Kuriose Unterstützung für die Feuerwehr
Datum: Freitag, 05. Dezember 2025, 19:36 Uhr
Ort: Hergatz, Landkreis Lindau, Bayern
(th) Ein Eurocity auf dem Weg nach München ist am Freitagabend in Hergatz evakuiert worden. Grund war ein vermuteter Kabelbrand. Rund 200 Passagiere mussten den Zug verlassen. Verletzt wurde niemand. Mitten in der Wartezeit sorgte ein Nikolaus für eine unerwartete Reisenden-Betreuung.
Der Vorfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr. Im ECE 96 von Zürich nach München löste die automatische Brandmeldung aus. Ein Schmorgeruch verbreitete sich im Zug. Der Lokführer steuerte außerplanmäßig den Bahnhof Hergatz im Westallgäu an. Dort wartete bereits ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten und Rettungskräften.
Die rund 200 Passagiere mussten den Zug verlassen. Sie wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und betreut. Die Einsatzkräfte durchsuchten den Zug sorgfältig. Ein offenes Feuer fanden sie nicht. „Es war jedoch ein deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar“, erklärte Kreisbrandrat Wolfgang Endres. Der Zug wurde vom Stromnetz getrennt. Eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Die Bundespolizei geht von einem technischen Defekt aus.
Die Bahnstrecke zwischen Memmingen und Lindau war für etwa zwei Stunden gesperrt. Für die gestrandeten Reisenden richtete die Bahn einen Notverkehr mit Bussen ein.
Mitten in die angespannte Situation gab es eine Überraschung. Der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht kamen zufällig vorbei. Sie verteilten kleine Geschenke an die wartenden Kinder und Erwachsenen. Auch die Einsatzkräfte erhielten eine kleine Aufmerksamkeit. Der unerwartete Besuch sorgte für viel Entspannung und Ablenkung. So wurde die Wartezeit trotz des Schreckens für viele zu einer besonderen Bahnfahrt.
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