Spektakulärer Sprengstoffalarm auf der Autobahn:
Nach Kollision zweier Autos flüchten die beiden Insassen des einen Wagens zu Fuß - Polizei entdeckt mehrere Kanister Benzin sowie sprengstoffähnliche Stoffe im Wagen (on tape) - Entschärfer rücken an, Autobahn wird in beide Richtungen voll gesperrt, Autofahrer müssen Fahrzeuge auf der A4 verlassen - Zwei zunächst Verdächtige werden später mit gezogenen Waffen zu Boden gebracht und festgenommen (on tape)
Ermittler gehen davon aus, dass zwei Geldautomatensprenger auf dem Weg zu ihrer Tat verunglückten - Verdächtige Gegenstände werden auf nahem Feld kontrolliert gesprengt – Großeinsatz für Einsatzkräfte über fast fünf Stunden
Datum: Donnerstag, 13. November 2025, 1:00 Uhr
Ort: A4 bei Frechen, Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen
(ch) Ein vermeintlich kleiner Verkehrsunfall auf der A4 hat in der Nacht zu Donnerstag zu einem stundenlangen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Spezialkräften geführt. Kurz vor 1 Uhr waren auf der Autobahn bei Frechen zwei Autos miteinander kollidiert - doch anstatt auf Hilfe zu warten, flüchteten die Insassen eines der beteiligten Fahrzeuge.
Nach Angaben der Polizei stiegen die beiden Personen aus einem hochmotorisierten VW Golf R aus und verschwanden zu Fuß in der Dunkelheit. Eine sofort eingeleitete Fahndung – unter anderem mit einem Polizeihubschrauber – blieb zunächst erfolglos. Beim Blick in das verlassene Fahrzeug machten die Einsatzkräfte dann einen gefährlichen Fund: Im Inneren lagen mehrere Treibstoffkanister und verdächtige Gegenstände. Sofort wurde ein Sperrradius von 150 Metern eingerichtet. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten ihre Fahrzeuge verlassen, auch die Einsatzkräfte zogen sich zunächst in Sicherheit zurück.
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich im Wagen Sprengstoff befand, wurde die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Spezialisten des Entschärfungsdienstes rückten an und bargen die verdächtigen Objekte. Gegen 5 Uhr erfolgte eine kontrollierte Sprengung auf einem Feld nahe der Unfallstelle.
Während der Sperrung meldeten Autofahrer verdächtige Personen im Bereich der eigentlich gesperrten Autobahn. Mit gezogenen Waffen brachte die Polizei sie zu Boden und nahm sie fest. Bei der anschließenden Durchsuchung und Überprüfung stellte sich heraus, dass sie nicht die Gesuchten waren.
Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass es sich bei dem VW Golf mit niederländischem Kennzeichen wahrscheinlich um ein Fluchtfahrzeug mutmaßlicher Geldautomatensprenger handelt. Das Auto wurde sichergestellt, die Ermittlungen dauern an. Die stundenlange Sperrung führte zu erheblichen Behinderungen. Feuerwehrkräfte versorgten wartende Autofahrer mit Getränken.
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