Boots-Wrack auf Sylt angespült:
Abgerissene Steuerkabine von in Seenot geratenem Lotsenboot "Sea Dagger" liegt am Sylter Strand - Meer spuckt weitere Wrackteile nach und nach aus - Bergung gestaltet sich schwierig
Strandspaziergänger machen sich am Wochenende ein Bild der Lage - Glück im Unglück - Boots-Crew wurde gerettet
Datum: Samstag, 11. Oktober 2025, 10:00 Uhr
Ort: Insel Sylt, Landkreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein
(jb) Nach einem Sturm wurden massive Wrackteile eines gesunkenen Lotsenboots, darunter die Steuerkabine, am Strand von Hörnum auf Sylt entdeckt. Die Bergung des Bundeswracks steht noch aus. Am Donnerstagnachmittag wurde auf Höhe des Hapimag Resorts in Hörnum die massive, tonnenschwere Steuerkabine des Lotsenboots "Sea Dagger" entdeckt. Am Wochenende bot das Bild der Zerstörung vielen Strandspaziergängern etwas zum Bestaunen. Das 17 Meter lange Schiff war in der vergangenen Woche unter ungeklärten Umständen in Seenot geraten und gesunken. Eine Kollision wird nach derzeitigem Kenntnisstand ausgeschlossen. Das größte Glück im Unglück war, dass die zweiköpfige Besatzung in einer dramatischen Rettungsaktion von einem nahen Schiff unverletzt aufgenommen werden konnte. Das Meer gibt das Wrack nur stückweise frei. Bereits am Mittwoch wurden zwei Treibstofftanks des Schiffes an den Strand von Rantum gespült. Einer der Behälter war noch zu zwei Dritteln gefüllt und muss nun fachgerecht entsorgt werden. Rund um das Hauptwrack in Hörnum liegen Trümmerteile, Dämmmaterial und Unrat. Die Bergung des stählernen Wrackteils wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Da das Schiff in einem Hoheitsgebiet des Bundes gesunken ist, liegt die Zuständigkeit beim maritimen Lagezentrum in Cuxhaven. Wann die tonnenschwere Steuerkabine abtransportiert werden kann, ist noch völlig unklar.
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