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Freitag, 10. Oktober 2025, ca. 10:00 Uhr
Oldenburg, Niedersachsen
News-Nr.: 47427

Spektakuläres Video überführt Täter im Fall von aufsehenerregendem und brutalem Überfall:
26-Jähriger wegen besonders schweren Raubes zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt - Als Paketbote verkleideter Mann hatte Ehepaar an der Haustür überfallen - Schwere psychische Folgen bei den Opfern: "Wir haben einen Knacks fürs Leben weg - das kriegst du nicht mehr raus"

Hohe Haftstrafe wegen besonders brutaler und perfider Tat, Strafmaß trotz Geständnis sogar über dem Antrag der Staatsanwaltschaft - Angeklagter legte spät ein Geständnis ab und half, zwei der drei Mittäter zu identifizieren, zeigte aber keine Reue - Billder aus dem Gericht vom Tag der Urteilsverkündung inklusive O-Ton mit den Opfern sowie umfangreiches Archivmaterial mit dem Video aus der Überwachungskamera

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Datum: Freitag, 10. Oktober 2025, ca. 10:00 Uhr

Ort: Oldenburg, Niedersachsen

 

(ah) Es war eine besonders brutale und perfide Tat und die Strafe war entsprechend hart: Das Landgericht Oldenburg hat am Freitag einen 26-Jährigen wegen besonders schweren Raubes zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt - und verhängte damit ein höheres Strafmaß als die von der Staatswaltschaft gefordeten vier Jahre und sechs Monate.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann gemeinsam mit drei anderen Männern Anfang November des vergangenen Jahres ein Ehepaar in Schierbrok im Landkreis Oldenburg überfallen hat, um die Familie auszurauben. Der Angeklagte habe demnach als Paketbote verkleidet an der Tür des Ehepaars Schwarting geklingelt und war sofort mit einem Elektroschocker bewaffnet auf die Hausbewohner losgegangen, als die Tür geöffnet wurde. Zeitgleich sprang ein Mittäter um die Ecke, um den vermeintlichen Paketboten zu unterstützen und die Opfer zu fesseln. Die Angegriffenen können sich jedoch erfolgreich zur Wehr setzen, woraufhin die Täter flüchten. Eine Überwachungskamera auf zeichnete den Überfall auf und wurde von den Schwartings veröffenlicht, sodass ein Verdächtiger - der Angeklagte - schließlich identifiziert werden konnte. 

Während des Prozesses schwieg der Mann weitestgehend und gestand die Tat erst, als eine Anthropologin anhand der Videoaufnahmen nachweisen konnte, dass es sich bei dem Angeklagten um den "Paketboten" auf dem Video handelt. Zudem gab er Hinweise zu zwei der drei Mittäter, die nun von der Polizei überprüft werden.

Die harte Strafe ergibt sich aus der besonders brutalen und perfiden Tat, aber auch aus den Folgen für die Opfer: Das Ehepaar Schwarting hat mit schweren psychischen Folgen zu kämpfen und will in ein anderes Haus ziehen, da man am Tatort nicht mehr leben kann.

 

 

 


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