Mega-Zoff um A8-Ausbau:
Bürgermeister fordern: "Politik muss Versprechen halten!" und kämpfen gegen mögliche Streichung des Milliarden-Projekts - Droht das Aus für die XXL-Baustelle?
Seit Jahrzehnten die reinste Stauhölle auf der A8 rund um den Drackensteiner Hang - Jetzt hilft nur noch der Tunnel
Datum: Samstag, 27. September 2025, 16:00 Uhr
Ort: Dornstadt, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
(jb) Ein Dutzend Bürgermeister entlang der Autobahn A8 hat den bundesweiten Tag der Autobahn genutzt, um öffentlichkeitswirksam den Bau des dringend notwendigen Albaufstiegs zwischen Stuttgart und Ulm zu fordern. Die Aktion fand am Samstagnachmittag bei der Autobahnmeisterei Dornstadt statt. Mit einem Protestplakat forderten die Anliegergemeinden: „Politik muss Versprechen einhalten“. Hintergrund ist das Gerücht, dass das planfestgestellte Projekt aufgrund der aktuellen Haushaltsberatungen in Berlin gestrichen werden könnte. Die Gemeinden fordern, dass der geplante Spatenstich im Jahr 2027 auch wirklich stattfindet. Der 11,4 Kilometer lange Abschnitt der A8 zwischen Stuttgart und Ulm, der auch als Drackensteiner Hang bekannt ist, ist chronisch überlastet. Dort gibt es Steigungen von bis zu 6,3 Prozent, keinen Standstreifen und nahezu tägliche Staus. Der Neubau soll diese Probleme mit zwei Tunneln, drei Fahrspuren pro Richtung und einer auf 3,5 Prozent reduzierten Steigung lösen. Die Baureife für das 2035 mit 87.000 Fahrzeugen täglich erwartete Teilstück besteht seit März 2025. Unterstützung erhielten die Bürgermeister von der baden-württembergischen Landesministerin Nicole Razavi. Auch sie betonte die Wichtigkeit der Verkehrsachse zwischen Paris und Wien und sicherte die Unterstützung der Landesregierung zu. Der Tag der offenen Tür in der Autobahnmeisterei Dornstadt rückte damit etwas in den Hintergrund. Dort folgten Hunderte Besucher der Einladung, um sich über die Arbeit der Autobahnmeistereien zu informieren.
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