brandenburg
Donnerstag, 14. August 2025, 18:00 Uhr
Werder (Havel), Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
News-Nr.: 47127

Zerstörte Obstbäume in Werder: Polizei ermittelt wegen großflächigem Vandalismus
40 Bäume beschädigt oder gefällt – Schaden über 100.000 Euro

Unbekannte Täter gehen offenbar gezielt gegen Landesbetrieb vor

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Datum: Donnerstag, 14. August 2025, 18:00 Uhr

Ort: Werder (Havel), Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(th) In Werder (Havel) sind entlang des Panoramaweges in den vergangenen Wochen rund 40 Obstbäume mutwillig zerstört oder schwer beschädigt worden. Betroffen ist ausschließlich Baumbestand, den der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der L90 gepflanzt hatte. Der Schaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Angaben des Landesbetriebs wurden die Bäume teils an der Wurzelbasis angebohrt, teils am Stamm angesägt. Fachleute gehen davon aus, dass die Täter über genaue Kenntnisse zur Schädigung von Bäumen verfügen. Durch das Ansägen können Baumkronen bei Wind abbrechen, sodass die Zerstörung wie ein natürlicher Bruch wirkt. Das Anbohren im Wurzelbereich beschädigt die Leitbahnen und schwächt die Standfestigkeit, was mittelfristig zum Absterben führt.
Norbert Wilke vom Landesbetrieb Straßenwesen berichtet, dass erste Schäden bereits im Juni festgestellt wurden. Zunächst waren zwei Bäume betroffen, später nahm die Zahl kontinuierlich zu, bis nunmehr 40 Bäume beschädigt wurden. Auffällig sei, dass ausschließlich Bäume aus der Ersatzpflanzung des Landesbetriebs betroffen sind, nicht jedoch anderer Bewuchs entlang des Panoramaweges.
„Der oder die Täter kennen sich sehr gut mit Bäumen aus und wissen, wo man ansetzen muss, damit der Schaden erst später sichtbar wird“, sagte Norbert Wilke, Sachbearbeiter beim LS Brandenburg. Er sprach von einem bisher nicht erlebten Ausmaß an Vandalismus: „Diese sinnlose Zerstörung wirft uns um Jahre zurück.“
Die 76 hochstämmigen Obstbäume waren als Ersatzpflanzung für mehr als 80 gefällte Alleebäume vorgesehen, die im Zuge des L90-Ausbaus entfernt worden waren. Bereits damals hatte es Proteste gegen die Fällungen gegeben.
Die Polizei bestätigte, dass Strafanzeige erstattet wurde. Der Tatzeitraum erstrecke sich über mehrere Wochen. Polizeibeamte hätten die Schäden dokumentiert, die Ermittlungen dauern an. 


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