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Samstag, 19. Juli 2025, 14:00 Uhr
Ulm, Baden-Württemberg
News-Nr.: 47003

Spektakuläre Rettungsübung über Ulm
Polizeihubschrauber kreist stundenlang über Getreidesilo

Feuer, Vermisstensuche, Höhenrettung – Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Bildergalerie vorhanden

Datum: Samstag, 19. Juli 2025, 14:00 Uhr

Ort: Ulm, Baden-Württemberg

 

 

(th) Eine großangelegte Übung von Höhenrettungskräften und Polizei sorgte am Samstag für zahlreiche Hubschraubereinsätze im Norden von Ulm. An einem 105 Meter hohen freistehenden Getreidesilo trainierten die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Ulm, die Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg sowie Spezialkräfte der Berufsfeuerwehr Stuttgart (ARS) gemeinsam den Ernstfall. Das Ziel: Menschenrettung aus großen Höhen – effizient, sicher und unter realistischen Bedingungen.

 

Über den gesamten Tag hinweg wurden mehrere Dutzend Anflüge durchgeführt. Geübt wurden verschiedene Szenarien, darunter das Absetzen eines Höhenretters, das Aufnehmen von Patienten per Winde im Sitzen und Liegen, die Kapprettung einer Person hängend im Seil sowie das gesicherte Abseilen aus über 100 Metern Höhe.

 

Während Zuschauer das Übungsgeschehen rund um das Silo verfolgten, lief der reguläre Betrieb am Getreidesilo weiter. Landwirte lieferten Getreide an, während über ihren der Polizeihubschrauber kreiste. Parallel wurden die geretteten „Patienten“ auf einer Wiese bei der nahegelegenen Polizeihundestaffel abgesetzt. Der Hubschrauber tankte am Hangar des Bundeswehrkrankenhauses, rund zwei Kilometer entfernt. 

 

Die Polizei hatte im Vorfeld auf die Übung hingewiesen, um falsche Notrufe zu vermeiden. Ziel der Übung war die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Höhenrettern und Luftrettung. Die Einheiten hatten bereits beim Hochwasser im Ahrtal 2021 kooperiert, damals konnten 40 Menschen aus kritischen Lagen gerettet werden.

 

Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Ulm besteht aus 18 ausgebildeten Spezialkräften, die regelmäßig komplexe Szenarien trainieren. Neben der Grundausbildung umfasst ihre Tätigkeit regelmäßige Übungen an Industrieobjekten, Hochregallagern oder in schwer zugänglichem Gelände.

 

Die Übung verlief nicht ohne Überraschungen: Am Vormittag wurde ein zweiter Polizeihubschrauber zur Vermisstensuche eingesetzt. Ein 82-jähriger Patient hatte die Uniklinik verlassen. Streifenwagen, die Rettungshundestaffel und ein Hubschrauber suchten das Gebiet ab. Gegen Mittag konnte der Mann unverletzt durch einen Spürhund gefunden werden.

Am Nachmittag bemerkten die Beamten im Hubschrauber eine Rauchsäule nahe Westerstetten. Die Besatzung flog direkt zum Brandort – eine Ballenpresse auf einem Acker hatte Feuer gefangen. Die Feuerwehr wurde alarmiert und konnte das Feuer auf rund 5.000 Quadratmetern erfolgreich eindämmen.

 

Die Einsatzkräfte zeigten sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Ziel war es, die komplexen Verfahren der Höhen- und Luftrettung unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren – für mehr Sicherheit bei künftigen Einsätzen.


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